Putin gewährt Amnestie - Kommen Pussy Riot bald frei?

Ein neues Gesetz könnte für eine vorzeitige Entlassung sorgen

Das russische Parlament hat eine Amnestie beschlossen, unter die tausende Gefangene fallen - auch Pussy Riot. Die Punkband könnte schon bald von dem Straferlass profitieren.

In dem Gesetz heißt es, Mütter mit minderjährigen Kindern sowie der Tatbestand "Rowdytum" könnten auf eine vorzeitige Freilassung hoffen, wenn sie notwendige Papiere vorlegen könnten. Mütter müssen beispielsweise vorlegen, dass sie für ihre Kinder erziehungsberechtigt sind; Nadeschda Tolokonnikowa, 24, hat eine 5-Jährige Tochter, Maria Aljochina, 25, hat einen 5-Jährigen Sohn.

Das dritte Mitglied Jekaterina Samuzewitsch, 31, wurde bereits im Oktober 2010 aus der Haft entlassen, weil sie nicht direkt an dem Protest beteiligt gewesen sei. 

"Sie könnten theoretisch noch heute rauskommen", sagte die Irina Chrunowa, die Anwältin der beiden Frauen, der Agentur Interfax. Ohne das Gesetz endet die Haftstrafe im März 2014.

Pussy Riot hatten in einer Kirche gegen Wladimir Putin protestiert und wurden daraufhin wegen "religiösem Hass" inhaftiert. Der Kreml wurde für die Festnahme international stark kritisiert, zahlreiche bekannte Personen setzen sich für eine Freilassung der drei Frauen ein.