Welle der Sympathie nach Thomas-Hitzlsperger-Outing

Der 'Zeit'-Server kollabiert - So reagieren Promis, Kollegen & Politiker

Mutig! Die Resonanz auf Thomas Hitzlspergers Outing ist überwältigend Fußballer, Politiker und Promis äußerten ihren Respekt Der Ex-Nationalspieler gab der Er spielte 52 Mal für die Nationalmannschaft

Er wollte eine öffentliche Diskussion anregen. Und das ist ihm gelungen. Mehr als das: Kurz nach seinem Outing, homosexuell zu sein, schlägt Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger, 31, eine Welle der Sympathie und Anerkennung entgegen. Schwulenverbände, Politiker, Promis und Fußball-Kollegen haben bereits ihren Hut gezogen. Der Server von "Zeit Online" brach zeitweise zusammen. OKmag.de fasst die Reaktionen zusammen:

Das "SZ Magazin" adelte den Ex-Kicker via Twitter bereits als "Fußballer des Jahres 2014":

In den sozialen Netzwerken ist die Resonanz gewaltig. Ex-Team-Kollege Lukas Podolski zwitscherte:

Ähnlich twitterte Arne Friedrich:

Ex-Bundesaußenminister Guido Westerwelle sagte gegenüber "Zeit Online": "Dieser Mut verdient größten Respekt. Der Schritt in die breite Öffentlichkeit liest sich viel leichter, als er tatsächlich ist."

Selbst international erhält das mutige Coming-Out ein enormes Echo. Die britische Sun berichtet als "Breaking News". Ob "Corriere della Sera", "Telegraph" oder "L'Equipe" - kaum eine Zeitung oder ein Medium, das nicht über das Interview des 52-fachen Nationalspielers schreibt.

Auch die Führungsetage des Deutschen Fußballs hat sich in einer Erklärung demonstrativ hinter Hitzlsperger gestellt. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sicherte dem 31-Jährigen die volle Unterstützung zu. Team-Manager Oliver Bierhoff:

"Als Thomas noch aktiver Nationalspieler war, hatten wir von seiner Homosexualität keine Kenntnis. Er hat sich erst nach seinem Karriereende an uns gewandt und uns darüber informiert. Dass er sich nun auch öffentlich bekennt, verdient Anerkennung und Respekt. Ich begrüße diesen Schritt, wir werden ihm alle Unterstützung zukommen lassen, damit er seinen mutigen Weg weitergehen kann."

Auch die Promi-Welt hat das Outing nicht unberührt gelassen. So twitterte Charlotte Würdig:

"Respekt an Thomas für diesen Mut!! Großes Vorbild und hoffentlich Mutmacher, dass sowas bald zum Alltag gehört und nicht mehr als Schlagzeile.."

Wie überwältigend die öffentliche Resonanz war, zeigte sich auch daran, dass der Server der "Zeit" kurzzeitig kollabierte:

Bislang haben über 10.000 User den Artikel auf Facebook geliked und sich positiv geäußert. "Die Zeit" schrieb dazu: "Sonst melden wir uns meist nur in den Kommentaren zu Wort, um auf mehr Sachlichkeit zu pochen. Jetzt sagen wir aber: Vielen Dank für die bislang tolle Resonanz. Bitte weiter so!"