Detlef D! Soost & Charlotte Engelhardt

Ihr Wunder-Workout zum Nachmachen

Tanz dich fit! Mit Sport und gesunder Kost hat die Moderatorin 16 Pfund abgespeckt, der Choreograf sogar 30 – der OK! verraten sie exklusiv ihr geniales Erfolgsgeheimnis.

Wenn die beiden nicht so sympathisch wären, müsste man neidisch werden. Denn wenn’s um den perfekten Beachbody geht, dann sind Charlotte Engelhardt, 30, und Detlef D! Soost, 38, fit für den Sommer. Die blonde Moderatorin hat seit dem vergangenen Jahr acht, der Choreograf sogar 15 Kilogramm abgespeckt! Grund genug für OK!, den beiden in Detlefs Tanzstudio „D!’s Dance School“ in Berlin ihre Fitness- und Ernäh­rungs­geheimnisse zu entlocken …

Ganz ehrlich: 15 Kilogramm weniger – das klingt nach einer vorgezogenen Midlife-Crisis!  
D!: (lacht) Nein! Ich wollte mir einfach beweisen, dass man mit fast 40 trotzdem gesund und fit aussehen kann.

Aber wie sind die Pfunde gepurzelt?
D!: Ich habe angefangen, richtig gesund zu leben. Kein Alkohol, ­gesunde Kost, total asketisch eigent­lich. Aber wenn man sich daran gewöhnt hat, fühlt man sich total klasse. Und dabei bin ich geblieben: kohlenhydrat­arme, aber nicht kohlenhydratlose Kost. Mit mei­nem Trainer Karsten Schellenberg habe ich dann angefangen Muskeln aufzubauen, und dafür braucht man Kohlenhydrate. Ich esse also Reis, Nudeln, Vollkornbrot und viel Fisch. Der Trick ist, viel und oft am Tag zu essen, sonst speichert der Körper Depots.
Charlotte: Genau das Problem hatte ich! Die zusätzlichen Kilos saßen an ganz bestimmten Stellen. Bis mein Trainer festgestellt hat, dass ich falsch esse – und zwar zu wenig! Dann denkt der Körper: Hilfe! Hungersnot! Und ich dachte immer: Das kann doch nicht sein: Ich esse kaum was und der Bauch bleibt.  

Was steht jetzt auf dem Speiseplan?
Charlotte:
Alles. Man muss sich auch davon befreien, sich permanent Gedanken zu machen, was auf den Teller darf. Lust auf Nudeln? Okay, aber mit einer Sauce, die nicht dick macht. Ich bin eine echt schlechte Köchin, aber Tomaten klein schneiden und mit Zwiebeln und Knoblauch kochen, das bekommt jeder hin. Der Trick ist, doppelt so viel Sauce zu nehmen und die vor den Nudeln zu essen, weil das den Heißhunger stillt. Auf alles zu verzichten bringt nichts.
D!: Verzicht ist wie Bungee-Springen! Du fällst und fällst, und irgendwann schießt du nach oben – und ziehst dir die Schokolade rein.
Charlotte: (lacht) Verzicht ist, als ob ich mit Johnny Knoxville (MTV-Skandalmoderator, Anm. d. Red.)  um die Häuser ziehen würde und ihn dann nicht anfassen darf – das geht gar nicht! Man muss sich auch mal was gönnen können! Wobei ich manchmal das Gefühl habe, die einzige Frau in  der Showbranche zu sein, die nicht alles essen kann, wann und wo sie will. Das heißt, ich kann schon, ich darf es nur nicht runterschlucken …
D!: Man muss eine Zufriedenheit erreichen. Ein Gefühl wie „Ich fühl mich mit meinem Körper wohl, und er ist so attraktiv, wie ich ihn mir vorstelle“. Und das fängt im Kopf an!
Charlotte: Das fällt Frauen aber schwerer. Bis eine Frau von sich sagt: „Hey, ich bin sexy!“, das dauert.
D!: Männer sind mindestens genauso eitel. Wir versuchen es nur cool zu überspielen.
Charlotte: Aber Frauen denken eher, dass sie viel perfekter sein müssen, als Männer sie eigentlich haben wollen …
D!: Das stimmt! Aber ein Mann fühlt sich vielleicht auch kleiner, wenn die Frau zu perfekt ist. Oder wollt Ihr etwa den Super-Adonis, den alle anderen auch wollen? Deshalb sage ich es noch mal: Die Einstellung fängt im Kopf an.

Aber wie schafft man es, dass sich diese Einstellung auch festsetzt?
Charlotte: Es muss im Kopf „klick“ machen. Das macht es zwar ständig und nichts passiert – aber ich glaube, dass viele Leute scheitern, weil sie beim Trainingsbeginn 180 Prozent geben und dann schnell müde werden. Das vermeidet mein Trainer, weil ich sonst nicht wieder zu ihm kommen würde. Und das bedeutet ein schlechtes Geschäft für ihn und mehr Po für mich. Man muss motiviert und gestärkt vom Sport kommen.
D!: Irgendwann sollte alles das Gegenteil von Verzicht werden. Ernährung und vor allem Sport. Wenn du es nicht übertreibst, dann ist das ein Genuss. Es tut nicht immer weh, und es ist nicht immer anstrengend, wenn man seinen Körper in Form bringen will.

Was machen denn ausgeprägte Sportmuffel, die keine Lust auf Fitnessstudios haben?  
D!: Aufstehen, Lieblingsmusik aufdrehen und mit Spaß ein paar Moves ausführen (siehe Kasten oben, Anm. der Red.). So trainiert man ganz einfach und denkt nicht immer: „Oh Gott, mein Bizeps, aua, mein Oberschenkel.“ Wenn es zu anstrengend wird, geht man in die statische Position (s.o.). Am nächsten Tag trainiert man etwas länger. Wichtig ist nur: ­Entspannung und Spaß sollten nicht zu kurz kommen.

Und was bringt das außer Fitness?
D!: Gute Laune! Das Training erhöht die eigene körperliche Wahrnehmung, die Bewegungsattraktivität und damit auch die Ausstrahlung. Man nimmt den eigenen Körper anders wahr. Und die statische Muskelübung bereitet super auf den Tag vor. Den Körper unter Spannung setzen – und dabei sagen: „Der Tag wird super, der Tag wird super.“ Ich garantiere: Man geht raus, und alles wird gut!
Charlotte: Wichtig ist auch, dass man verschiedene Sachen macht: nicht nur Fitness, sondern auch mal Joggen, Schwimmen, Yoga oder Kickboxen. Ich mache neuerdings auch Bikram-Yoga – dagegen ist Kickboxen nichts. Man schwitzt und entgiftet und hat am nächsten Tag eine Haut wie ein Baby.

Was gibt den Kick beim Kickboxen?   
Charlotte: Ich wollte eine Sportart, bei der ich abschalten kann. Ich bin ein totaler Kopfmensch und denke, denke, denke. Und da mein Personal Trainer Marko Rajkovic Weltmeister im Kickboxen ist, habe ich damit angefangen.

Inwiefern hat sich Ihr Körper dadurch verändert?  
Charlotte: Er ist definierter geworden und ich fühle mich ausgeglichener.

Aber einen richtigen Personal Trainer kann sich doch kaum ein Normalverdiener leisten …
Charlotte:
Der ist sicher etwas teurer. Aber dann trifft man sich eben nur zweimal im Monat mit dem Trainer und lässt sich einen Übungsplan mitgeben.  
D!: Wenn ich noch nie gekocht habe, in den Supermarkt gehe, Sachen kaufe und versuche zu kochen – da kann ich nur scheitern! Hab ich einen Koch neben mir, der mir jeden Schritt zeigt, lerne ich schneller und kann etwas kochen, das schmeckt. Das Gleiche gilt beim Sport: Wenn ich ins Fitnessstudio gehe und mal ein bisschen rumprobiere, kommt nicht viel dabei raus. Mit einem Trainer, der aus mir das Beste herausholt, sind Ergebnisse schneller möglich. Und Erfolge motivieren.

FITNESS FÜR SPORTMUFFEL: Kleine Tricks, große Wirkung!
„Es tut nicht immer weh, und es ist auch nicht immer anstrengend, seinen Körper in Form zu bringen“, behauptet Detlef D! Soost. Für OK! hat der Choreograf drei Übungen zusammengestellt, die einfach sind, Spaß machen und sogar die Ausstrahlung steigern! Wie die Übungen genau aussehen und was sie bewirken, sehen Sie in der dazugehörigen Bilderstrecke mit D! und Charlotte.

Kathrin Kellermann