Arzt erinnert Dr House-Folge - und rettet Menschen!

Fernsehen bildet!

Selbst Ärzte, die Götter in Weiß, sind manchmal ratlos. Doch glücklicherweise trifft der altbekannte Spruch "Fernsehen bildet" manchmal eben doch zu:

Wie das medizinische Fachblatt "The Lancet" berichtet, erinnerte sich ein Marburger Arzt in seiner Ratlosigkeit um einen schwer kranken Patienten an eine "Dr House"-Episode - und konnte dem Mann nur deshalb das Leben retten.

Unerklärliche Symptome sorgen für Ratlosigkeit

Der 55-jährige Marburger Patient klagte im Mai 2012 am Zentrum für unerkannte Krankheiten über geschwollene Lymphknoten, Fieberschübe, Herzschwäche, sein Seh- und Hörvermögen nahmen stetig ab. Ein magensäurebedingtes Aufstoßen gehörte ebenfalls zu den unerklärlichen Symptomen.

Die Ärzte suchten in der Krankenakte des Mannes nach möglichen Ursachen der Erkrankungen, doch sie fanden lediglich eine Operation, bei dem Patienten zwei neue metallische Hüftgelenke eingesetzt worden. 

Es war nicht Lupus

Dann erinnerte sich der behandelnde Arzt plötzlich an eine Folge von "Dr. House", in der eine Kobalt-Vergiftung einen Patienten gefährdete. Schließlich ging alles Schlag auf Schlag - Blutteste bestätigten den Verdacht und dem Mann wurden die alten Hüftgelenke rausgenommen und durch Keramik-Prothesen ersetzt.

Nach der erneuten Operation stabilisierte sich der Zustand des Patienten, vierzehn Monate später hatte sich das Leistungsvermögen seines schwachen Herzes um 40 Prozent verbessert.

In "Dr. House" spielte der englische Schauspieler Hugh Laurie, 54, acht Staffeln lang einen misanthropischen und sarkastischen Arzt, der medizinische Rätsel liebt und alles dafür tut, um mit seinem Team seine schwer erkrankten Patienten die richtige und heilende Diagnose zu stellen.

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