Russell Brand fordert strengere Drogen-Gesetze

Eine Sucht sollte wie eine mentale Krankheit behandelt werden

Nach dem tragischen Tod von Philip Seymour Hoffman (†46) ist das Thema des Drogenmissbrauchs wieder stark in die Öffentlichkeit gerückt. Der Schauspieler war am vergangenen Sonntag, den 2. Februar, an einer Überdosis Heroin gestorben. Viele Prominente reagierten geschockt über den plötzlichen Tod, unter anderem auch Russell Brand, 38, der selbst einmal abhängig war.

Lange bevor Russell Brand sein Durchbruch als Comedian gelang, war auch er der Drogen- und Alkoholsucht verfallen. Mittlerweile hat er diese unter Kontrolle und engagiert sich nun auch politisch, um andere Menschen vor einem Tode, wie dem Hoffmans, zu beschützen.

Die Justiz ist Schuld an Hoffmans Tod

Seiner Auffassung nach ist es jedoch Schuld der Justiz, die „Drogenabhängige kriminalisiert“. Er fordert, dass eine Sucht wie eine mentale Krankheit behandelt wird. Jetzt veröffentlichte der 38-Jährige einen Artikel in der Zeitung „The Guardian“ mit folgender Aussage:

Brand fordert eine Gesetzesänderung

„Drogen sind illegal und Menschen, die Drogen nehmen, sind damit gleichzeitig Kriminelle. Wir haben unseren moralischen Kompass auf einen völlig falschen Grundsatz hin ausgerichtet und sind dabei so weit vom Kurs abgekommen, dass wir mit den gegebenen Umständen zu keiner Lösung kommen können. Es verschlimmert das Problem nur noch mehr.“

Außerdem macht Brand ein gewagtes Statement. Er sagt, dass der Hunger-Games-Star nicht hätte sterben müssen, wenn es angemessene Gesetze gegeben hätte: „Der Tod von Philip Seymour Hoffman sollte uns daran erinnern, dass Abhängigkeit etwas Willkürliches an sich hat. Es ist traurig, irrational und sehr schwer zu verstehen. Wäre Hoffman auch gestorben, wenn diese Krankheit nicht so ein Tabuthema wäre? Wenn Drogen reguliert, kontrolliert und professionell verschrieben würden?“.