Oscar Pistorius nennt Steenkamps Tod 'verheerenden Unfall'

Ein Jahr nach der Tragödie am Valentinstag äußert sich der unter Mordverdacht stehende Sportler auf seiner Homepage

Oscar Pistorius (r.) und seine damalige Freundin Reeva Steenkamp Auf seiner Homepage äußerte sich Pistorius heute, 14. Februar, zu Steenkamps Tod Der Prozess gegen den Ex-Sportler startet am 3. März 2014 Auch Steenkamps Mutter wird an dem Prozess teilnehmen Reeva Steenkamp war Schauspielerin und Model Der Paralympics-Star soll sich in der Mordnacht mit ihr gestritten haben

Genau vor einem Jahr, am Valentinstag 2013, erschoss Paralympics-Star Oscar Pistorius seine Freundin Reeva Steenkamp (†29) durch die Badezimmer-Tür. Ob es versätzlicher Mord war oder ein tragischer Unfall - darüber muss nun das Gericht entscheiden. Anlässlich des Todestages des blonden Models äußerte sich der 27-Jährige jetzt auf seiner Homepage.

"Der Schmerz von Reevas Eltern erfüllt mich mit Sorge"

"Keine Worte können meine Gefühle über den verheerenden Unfall, der so viel Herzschmerz für jeden, der Reeva wirklich geliebt hat und immer noch liebt, angemessen erfassen", schreibt der südafrikanische Spitzensportler.

"Der Schmerz und die Traurigkeit, besonders für Reevas Eltern, ihrer Familie und Freunde erfüllt mich mit Sorge", fährt er fort.

"Das Trauma dieses Tages werde ich immer mit mir tragen"

Pistorius, der sich derzeit nach Hinterlassen einer Kaution auf freiem Fuß befindet, schließt mit den Worten: "Der Verlust von Reeva und das Trauma dieses Tages werde ich für den Rest meines Lebens mit mir tragen. Oscar".

Mordprozess vom 3. bis zum 20. März

Das Gericht wird sich von diesem Statement vermutlich unbeeindruckt zeigen. Der Prozess, in dem er wegen Mordes  und des illegalen Besitzes von Munition angeklagt ist, soll vom 3. bis zum 20. März stattfinden. Auch Steenkamps Mutter wird daran teilnehmen.

Ihm droht lebenslange Haft

Bei einer Verurteilung wegen vorsätzlichen Mordes erwartet Pistorius eine lebenslange Haftstrafe, von der er mindestens 25 Jahre absitzen müsste. Doch selbst wenn sich die Richterin Thokozile Masipa, 66, davon überzeugen lässt, dass es sich um eine Verwechslung handelte, drohen ihm immer noch 15 Jahre Gefängnis.

In der Anklage wird davon ausgegangen, dass es sich auf jeden Fall um Mord gehandelt habe, da Pistorius mit dem Vorsatz zu töten geschossen hatte - unabhängig davon, ob er einen Einbrecher oder seine Freundin hinter der Türe vermutete.