John Travolta: Ich muss raus aus Hollywood!

Er zerbricht am Tod seines Sohnes

Er kann nicht loslassen: John Travolta zerbricht am Tod seines Sohns Jett. Knapp sechs Monate später sieht der Schauspieler nur noch einen Ausweg - raus aus Hollywood und möglicherweise ein Kind adoptieren.

Der Hotelmanager erhielt folgende Anweisung: „Ich will niemanden sehen. Ich will mich nur ausruhen.“ John Travolta, 55, gab diesen Befehl, als er kürzlich seines im Januar verstorbenen Sohnes Jett allein auf Tahiti gedenken wollte. Der Junge wäre am 13. April 17 Jahre alt ­geworden. „Lasst ihm seine Ruhe“, appellierte seine lang­jährige Bekannte Olivia Newton-John, die ihren ehemaligen Filmpartner noch nie so tieftraurig erlebt hat. Zerfressen von Wut, Kummer und Hilflosigkeit wendet sich John sogar von seiner Ehefrau Kelly Preston, 46, ab. „Er fühlt sich, als wäre ihm sein Herz herausgerissen worden“, erklärt ein Freund des Paares. „John schließt sich manchmal für Stunden in seinem Arbeitszimmer ein und will sich nicht helfen lassen – auch nicht von Kelly.“

Ein Adoptivsohn soll den Schmerz lindern.­ „Die Adoptionspläne nehmen jetzt konkrete Formen an“, verrät der Freund. Eine Vermittlungsagentur, die 1993 schon den Kinderwunsch von Tom Cruise und Nicole Kidman erfüllte, ist bereits beauftragt worden.  Zu diesem Schritt ermutigt wurden John und Kelly, beide bekennende Scientology-Mitglieder, von ihrer gemeinsamen Tochter Ella Bleu, 9: „Sie sagte, es würde Jett bestimmt glücklich machen, Papa wieder lächeln zu sehen“, weiß der Freund der Familie.

Denn neue Lebensenergie ist genau das, was John gerade am nötigsten hat. Filmangebote schmettert der Hollywood-Star reihenweise ab: Zum ersten Mal seit fast 20 Jahren legt einer der bestbezahlten Schauspieler eine Pause ein und wird nach aktuellem Stand 2010 in keinem neuen Film mitspielen. Ob er den ersten seiner drei bereits abgedrehten Streifen „Die Entführung der U-Bahn Pelham 1 2 3“ (Kino­start: 23. Juli) überhaupt noch mitvermarkten wird, ist fraglich. Bisher gibt es nicht einen einzigen ­Interview- oder Fototermin mit ihm.

Ist das der Anfang vom Ende? John will Hollywood offensichtlich den Rücken kehren, will raus aus dem Rampenlicht. Auch seine Villa in Florida soll zum Verkauf stehen. Stattdessen sucht er nach einem neuen ­Zufluchtsort: Ende April begutachtete er Immobilien in Argentinien. Von hier aus will er sich ausschließlich um seine Jett-Travolta-Stiftung kümmern, die autistische Kinder, wie sein Sohn eines war, unterstützt. Aber wer hilft John?

Meike Rhoden