Zwei Mitglieder von 'Pussy Riot' erneut im Gefängnis

Die russische Punk-Band kämpft für mehr Gerechtigkeit in ihrem Land

Zwei Monate nach ihrer Freilassung saßen Maria Alyokhina und Nadezhda Tolokonnikova wieder in einem russischen Gefängnis. Die Beiden kämpfen seit Jahren für mehr Gerechtigkeit in ihrem Land, und sorgten unter dem Band-Namen „Pussy Riot“ bereits für viele Schlagzeilen.

Anlässlich der Olympischen Winterspiele ließ Russlands Regierungschef Putin politische Gefangene seines Landes frei – darunter auch Maria und Nadezhda.

Doch die beiden Frauen wissen, dass es sich bei ihrer Freilassung nur um einen diplomatischen Schachzug Putins handelt. Deshalb geben sie nicht auf für mehr Freiheit und gegen die Diskriminierung Homosexueller in Russland zu kämpfen.

Diese Botschaft wollten „Pussy Riot“ jetzt auch im Olympischen Dorf verbreiten. Die Aktivisten trugen bunte Woll-Mützen über dem Gesicht, als sie vor einem Hotel in Sochi demonstrierten.

Doch es dauerte nicht lang, bis die Aktion gewaltsam von der Polizei beendet wurde. „Unglaublich gesetzlos! Sie drückten sie gewaltsam auf den Boden und das in der Stadt der Olypischen Spiele“, sagt der Ehemann einer Aktivistin nach deren Festnahme.

Nachdem die Frauen festgenommen und verhört wurden, ließ man sie auf Drängen der Öffentlichkeit wieder frei. Alyokhina und Nadezha wurde zunächst vorgeworfen sie hätten in einem Hotel etwas geklaut – ohne jegliche Beweise.

Nach ihrer Freilassung heißt es, dass kein Haftbefehl gegen die Beiden vorliegt. Trotz allem werden die Mitglieder von „Pussy Riot“ nicht aufhören gegen die Regierung Russlands zu kämpfen, bis in ihrem Land Gerechtigkeit herrscht.