Julia Piepers Freund - 'Nun wirst du immer zu mir gehören'

Verstorbene Biathletin: Partner Toni Förtsch postet irritierenden Facebook-Eintrag

Dieses Foto postete Rodler Toni Förtsch wenige Tage nach Julia Piepers Tod Irritierende Zeilen: Julia Pieper brachte sich am 16. Februar offenbar mit ihrem eigenen Gewehr um Die deutschen Biathleten trauern um die 19-Jährige

Der deutsche Wintersport steht unter Schock: Wie die Polizei bestätigte, hat sich Biathlon-Nachwuchstalent Julia Pieper (†19) vergangene Woche umgebracht. Eine Facebook-Nachricht ihres Freundes Toni Förtsch sorgt nun für Irritationen.

Eigenes Biathlon-Gewehr als Tatwaffe

Wie der Mescheder Polizeisprecher Lutger Rath erklärte, wurde die Leiche der erst 19 Jahre alten Sportlerin am 16. Februar im Haus ihrer Eltern in ihrem Heimatort Winterberg gefunden. "Es war Suizid. Frau Pieper hat sich erschossen”, so Rath weiter.

Pieper hat sich nach Informationen der "Welt" mit ihrem eigenen Biathlon-Gewehr umgebracht.

"Ihr plötzlicher Tod hinterlässt eine tiefe Trauer. Unsere Gedanken sind in dieser schwierigen Zeit bei ihrer Familie und ihren Freunden", heißt es in einer Erklärung des Deutschen Ski-Verbands (DSV).

Irritierende Facebook-Botschaft

Rätselhaft: Nur wenige Tage nach dem Tod seiner Freundin, postete Piepers Partner, der Rodler Toni Förtsch, eine verstörende Facebook-Nachricht:

"Nun wirst du immer zu mir gehören... ein Leben lang. Jetzt hast du das, was du dir immer gewünscht hast. *Pinguinpower forever* — hier: Längenfeld - Ötztal."

Das dazugehörige glückliche Paarfoto der Beiden aus dem vergangenen Sommer ist seitdem das Titelbild seines Profils. Beide strahlen in die Kamera, während die 19-Jährige ihre Haare zurückbindet.

Ob der Juniorenweltmeister bei den Doppelsitzern die Botschaft vor oder nach dem Tod seiner Freundin verfasste, ist unklar. Die Zeilen legen allerdings die Vermutung nahe, dass die hübsche Blondine ihren Freitod schon lange geplant hatte.

Pieper kämpfte mit psychischen Problemen

Bereits in der Vergangenheit hatte Julia Pieper mit psychischen Problemen zu kämpfen gehabt, heißt es. So hatte sie sich im Jahr 2010 für mehrere Monate in eine Klinik am Chiemsee begeben, um ihre Essstörungen behandeln zu lassen.

Warum durfte sie die Waffe zu Hause behalten?

Trotz eines Autounfalls, bei dem sie aus ungeklärter Ursache gegen einen Baum gefahren war, durfte sie ihr Gewehr mit nach Hause nehmen.

Eine folgenschwere Fehlentscheidung.