Störenfried in Günther Jauchs Hoeneß-Diskussion!

Wegen privater Probleme stürmte er die Bühne des Moderators

Sicherheitskräfte stürzten sich augenblicklich auf den Mann, Edmund Stoiber (l.) und Wolfgang Huber (M.), waren erschrocken Günther Jauch war in seiner Live-Talk-Sendung von einem Störenfried unterbrochen worden In der Runde wurde über Steuersünder Uli Hoeneß diskutiert

Es war ein heißes Thema, um das es in der Talk-Sendung von Günther Jauch, 57, gestern Abend, 9. März, ging. Doch zum Eklat kam es nicht durch Uli Hoeneß, über dessen Steuerhinterziehung diskutiert wurde, sondern durch einen Störenfried, der unmittelbar nach Sendungsbeginn auf die Bühne stürmte.

Günther Jauch hatte in seiner Live-Sendung wie immer seine Gäste vorgestellt und begann gerade die Diskussion, als es plötzlich unruhig wurde und polternd ein Mann in Richtung Bühne stürmte. Die Sicherheitsleute waren aber aufmerksam und stürzten sich sofort auf den Störer, welcher "Freiheit" und "Alles Verarschung hier" schrie.

Nicht das erste Mal

Der Moderator war sofort aufgesprungen, dennoch sei es "nicht das erste Mal, dass das hier passiert", erklärte er, wirkte jedoch trotzdem ein wenig schockiert. Er bat seine Kollegen, herauszufinden, was der Beweggrund des Mannes gewesen sei, um noch im Laufe der Sendung eine Erklärung abgeben zu können.

"Aber ich denke, wir sollten unsere Diskussion nicht unterbrechen lassen", befand er und entschuldigte sich bei Wolfgang Huber, dem Ex-EKD-Ratsvorsitzenden, 71, dem durch den Vorfall das Wort abgeschnitten worden war.

Private Probleme

Erst am Ende der Sendung klärte Jauch die Hintergründe des Zwischenfalls auf: Der Herr, "der sich hier störend genähert hat", habe "Probleme mit seiner Wohnung". Da es sich um private Probleme handele, die nicht in das Thema gepasst haben, sei es während der Sendung nicht weiter thematisiert worden.

Jauch entschuldigte sich dafür, dass es nicht möglich war, den Mann dazu zu setzen, um seine Probleme zu thematisieren. Aufgrund der Tatsache, dass es sich um eine Live-Sendung handele, mussten die Sicherheitskräfte so zügig eingreifen. Es gehe ihm jedoch "soweit gut".

Er verabschiedete bis zur nächsten Sendung am kommenden Sonntag, die dann "hoffentlich halbwegs störungsfrei" verlaufen würde.

Neben Huber waren auch noch der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber, die Anwältin Simone Kämpfer und die Journalisten Georg Mascolo und Johannes Röhrig anwesend.

Die ganze Sendung könnt ihr hier anschauen.