Britney Spears: Papas Gier macht sie krank

Ihr Vater will die absolute Kontrolle

Britney Spears möchte ihre Tournee beenden und sich um ihre Söhne kümmern. Doch ihr Vater will noch mehr Geld verdienen. Kann eine neue Liebe sie retten?

Mit einem Knall sollte am 26. Juli in Berlin der letzte Vorhang fallen. „Ihre ‚Circus‘-Tour war kräftezehrend und sie möchte mehr Zeit mit ihren Söhnen verbringen“, erzählt eine Freundin von Britney Spears, 27. Also freute sich die Sängerin darauf, den deutschen Fans bei ihrem finalen Tour-Auftritt noch einmal mit einer sexy Show einzuheizen und hinterher den Flieger nach Hause nehmen zu können.

Bei ihrem Vater Jamie Spears stößt dieses Vorhaben dagegen auf Stirnrunzeln. Warum aufhören, wenn es am schönsten ist? Schließlich könnten bei dem aktuellen Medieninteresse um Britney durch eine Tourverlängerung noch ein paar Millionen Dollar auf das Konto seiner Tochter fließen. Genau genommen auf sein eigenes. Denn seit ein Gericht Jamie als Britneys Vormund verpflichtet hat, obliegt ihm auch die Vollmacht über ihre Finanzen. Die Freundin findet dafür deutliche Worte: „Auch wenn Jamie seine Tochter nicht körperlich dazu zwingen kann, noch mehr Shows zu machen, hat er faktisch die totale Kontrolle.“ Sie erzählt weiter: „Jamie diktiert Britneys Leben, und solange er ihr Vormund bleibt, wird sich daran nichts ändern.“ Dabei scheint dem Vater auch Britneys Gesundheit völlig egal zu sein. Schon seit letztem Jahr nimmt die Pop-Prinzessin auf Anraten ihrer Ärzte Antidepressiva und Beruhigungsmittel. Es sind Medikamente gegen ihre Panik-attacken, die sie in Stresssituationen befallen, insbesondere vor Live-Auftritten.

Der Druck ist enorm. Alles muss perfekt sein – Britneys Erscheinungsbild, die Show, ihr Image. Denn nur das garantiert hohe Einnahmen. Schockierend waren für den geschäftstüchtigen Vater umso mehr die neuesten Konto­auszüge seiner Tochter. Sie belegen, dass sie seit Februar 2008 rund zwölf Millionen Dollar verdient und davon schon wieder zehn Mil­lionen ausgegeben hat. Und das auch noch auf ­seine Anweisung hin. Denn letztendlich verdonnerte er Britney dazu, Unsummen in das eigene Aussehen zu stecken. Der Preis ihrer Schönheit: 350 000 Dollar. Dazu Anwalts- und Personalkosten, Unterhalt für Ex-Mann Kevin Federline, 31, und die Kinder Sean, 3, und Jayden, 2. Nicht zu vergessen die eigenen monatlichen 10 000 Dollar Gehalt als Vormund. Da kommt einiges zusammen. „Man sieht Britney förmlich an, wie unglücklich sie ist und dass sie einfach nicht mehr kann“, so die Freundin.

Doch Britney hat bereits einen starken Verbündeten an ihrer Seite. Seit Wochen halten sich Gerüchte, sie und ihr langjähriger Agent Jason Trawick, 35, seien ein Liebespaar. Schon Anfang 2008 sollen die beiden das erste Mal ihre Zuneigung füreinander entdeckt haben. Nun begleitete Jason Britney und ihre Söhne sogar während einer Tourpause auf die Bahamas. „In meinen Augen sind die beiden zusammen“, so ein Fotograf der Paparazzi-Agentur X17. „Ich habe noch keinen Promi erlebt, der so viel Zeit mit seinem Agenten verbringt wie Britney. Da steckt definitiv mehr dahinter.“

Mit Jason hätte die krisengeplagte Sängerin einen guten Griff getan, denn er stellte seine Loyalität nicht nur während ihres psychischen Zusammenbruchs im vergangenen Jahr unter Beweis. Sondern er scheint auch Einfluss auf ihren Vater zu haben. „Er ist einer der wenigen Menschen, auf deren Urteil und Meinung Jamie baut“, so Britneys Freundin. Mit Jasons Hilfe könnte Britney es nun schaffen, sich aus Papas eisernem Griff zu befreien. Wenn sie bis dahin nicht durch seine Gier erneut aus der Bahn geworfen wird …

Anna-Julia Meyer