Chris Brown bekennt sich schuldig

Späte Einsicht

Späte Einsicht bei Chris Brown. Der Sänger hat sich nun vor Gericht schuldig bekannt, obwohl er noch vor ein paar Wochen keine Verantwortung für die Prügelattacke auf seine Ex-Freundin Rihanna übernehmen wollte.

Damit ist der 20-Jährige Brown noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen und muss nicht ins Gefängnis. Sein Anwalt Mark Geragos konnte mit dem Gericht von Los Angeles offenbar einen Deal aushandeln - demnach wird Brown fünf Jahre auf Bewährung leben und 180 Tage gemeinnützige Arbeit verrichten. Außerdem wird er eine Geldstrafe zahlen und ein Jahr lang ein Programm gegen häusliche Gewalt absolvieren müssen. Die aufgebrummten Sozialstunden wird Brown in seiner Heimat Virgina ableisten. "Ich möchte, dass Herr Brown so behandelt wird, wie alle anderen Angeklagten auch, die sich in diesem Gericht befinden.", sagte Richterin Patricia Schnegg bei der Urteilsverkündung. "Es werden Dinge sein, wie Müll einsammeln oder Graffiti-Entfernung."

Nach der vorläufigen Urteilsverkündung musste Chris Brown, der in einem grauen Anzug, weißem Hemd und Einstecktuch erschienen ist, den Gerichtssaal verlassen und seine Ex-Freundin Rihanna betrat den Saal. Es gab keinerlei Kontakt zwischen den beiden und sollte es in Zukunft auch bleiben. Denn dem Ex-Paar wurde eine absolute Kontaktsperre auferlegt. Rihanna und Chris dürfen ab sofort nicht miteinander kommunizieren - nicht persönlich, nicht schriftlich und auch nicht über Dritte. Sollte selbst Rihanna gegen dieses Verbot verstoßen, müsste Chris Brown für vier Jahre hinter Gittern, betonte die Richterin. "Miss Fenty, auch sie dürfen Herrn Brown nicht kontaktieren, sonst verletzen sie seine Bewährungsfrist und er muss dafür büßen." 

Trotz Schuldspruch und Strafe, ist Browns Anwalt Geragos mit den Bestimmungen der Richterin absolut einverstanden. Er erklärte zum Schluss der Verhandlung, dass Chris "ein Junge ist, der noch nie zuvor Probleme mit dem Gesetz hatte. Er ist sehr dankbar für alle die Menschen, die ihn unterstützen. Und er will das alles hinter sich lassen, übernimmt aber die Verantwortung und will allen mitteilen, dass häusliche Gewalt nicht akzeptiert werden darf. Er sieht den Fall als Gelegenheit, sein Leben und seine Karriere wieder auf die Reihe zu bekommen."

Die letzte und endgültige Verhandlung von Chris Brown wird am 05. August um 13:45 Uhr in Los Angeles stattfinden.