Ist Hugh Grant ein brutaler Schläger?

Wut im Bauch

Hugh Grant hat erneut einen Fotografen verprügelt. Schaden genommen hat aber vor allem sein Image. 

Der Paparazzo liegt mit Schmerzen am Boden. „Was, zur Hölle, ist dein
Problem?“, brüllt er Hugh Grant an, der überstürzt die Flucht ergreift. Nur ein Kollege des Fotografen triumphiert: „Der kommt nicht ungeschoren davon. Ich hab alles gefilmt!“

Dieses Video liegt nun der Polizei vor. Es zeigt, wie der Schauspieler binnen Sekunden vom Charmeur zum Choleriker mutiert: Erst scherzt er mit den Reportern, die ihn und seinen Kumpel vor dem Restaurant „Waverly Inn“ in New York entdeckt haben. Dann kippt die Stimmung, Grant wird ausfallend. „Hattet ihr jemals Sex oder macht ihr’s euch am Computer?“, fragt Grant. Ein Fotograf stichelt zurück: „Wo sind die Damen heute Nacht?“  – und trifft damit offensichtlich einen wunden Punkt des Single-Mannes. Denn urplötzlich rastet Grant aus, verteilt Schläge.

Nicht zum ersten Mal muss sich Hugh jetzt für seine Wutausbrüche verantworten. 2007 stand der 48-Jährige wegen Körperverletzung vor Gericht, weil er den Paparazzo Ian Whittaker mit einer Büchse Bohnen beworfen und mit den Worten „Ich hoffe, deine Kinder sterben an Krebs“ beschimpft hatte. Den Vorfall kommentiert er heute so: „Ich dulde dieses Pressepack nicht in meiner Nähe. Sie halten sich für Journalisten, sind aber nichts weiter als nutzlose, armselige Hooligans. Ich hasse sie!“ Mit romantischen Rollen spielte er sich in unsere Herzen, nun scheint Hugh alles daran­zusetzen, sein Image als Frauenschwarm zu demontieren. „In Wirklichkeit bin ich ein zynischer Unsympath“, gibt der Kinostar zu. „Den liebenswerten Trottel gebe ich nur, weil’s im Drehbuch steht .“ Wenn Grant so weitermacht, dann wird ihm so schnell keine liebenswerte Rolle mehr angeboten werden. Nur die des Trottels.  

Maren Gäbel