Shia LaBeouf: Ich wollte schnelles Geld

Exklusiv im Interview

Auf dem Weg nach ganz oben hat Shootingstar Shia LaBeouf vor allem einer geholfen: der Vater von Angelina Jolie. Jon Voight brachte ihm bei, am Boden zu bleiben.

An seiner Seite sieht man immer nur dieselbe Frau: seine Mutter Shayna.­ Aus seinem Liebesleben macht Shia ­LaBeouf, 23, gern ein Geheimnis. Im Gespräch mit OK! lässt er sich aber hinreißen und spricht mit uns über heiße Küsse. Mit der zurzeit ­heißesten Frau der Welt – der Schauspielerin ­Megan Fox. Sie spielt an seiner Seite im Kinofilm „Transformers – Die Rache“.

Hand aufs Herz: Sind Sie und Megan Fox auch abseits der Kameras ein Liebespaar?
(Schmunzelt) Das würden Sie wohl gern wissen! Aber ob ich eine Freundin habe, das ist und bleibt meine Privatsache. Doch so viel kann ich verraten: Megan und ich haben uns im Laufe der Zeit angefreundet. Ich glaube sogar, dass wir seelenverwandt sind.

Die Filmküsse wirken ziemlich echt …
Da sehen Sie mal, was für gute Schauspieler wir sind. Aber ganz im Ernst: Natürlich war es für uns beide diesmal leichter im Film als Liebespaar aufzutreten, da wir uns ja schon kannten und wirklich sehr mögen.

Sie hatten während der Dreharbeiten einen Autounfall auf dem Sunset Strip in Los Angeles …
… nicht nur den. Ich hatte mehrere. Aber der auf dem Strip war der schlimmste. Da saß auch Megan neben mir. Zum Glück ist ihr nichts passiert. Ich habe mir dabei leider die Hand gebrochen, was uns alle zuerst ziemlich geschockt hat. Aber dann haben wir aus der Not eine Tugend gemacht und den eingegipsten Arm einfach ins Drehbuch hineingeschrieben. Er hat mich beim Drehen der Actionszenen zwar etwas behindert, aber dafür sieht es verdammt echt aus.

Was war Ihr erstes Auto im richtigen Leben?  
Oh Gott, das war ein uralter, schwarzer Volvo. Ein furchtbares Auto! Aber meine Mutter bestand darauf, dass ich einen sicheren Wagen haben sollte. Da kam ihrer Meinung nach nur ein Volvo oder Saab in Frage. Die Karre kostete 600 Dollar. Ich habe dann als Erstes eine Stereo­anlage im Wert von 3 000 Dollar eingebaut.

Warum sind Sie eigentlich Schauspieler geworden? Hatten Sie ein Schlüsselerlebnis?
Nein. Ich bin in ziemlicher Armut aufgewachsen und wollte einfach schnell möglichst viel Geld verdienen. Ich habe als Stand-up-Comedian angefangen und bin dann langsam zum Fernsehen und Film gekommen. Aber das lief alles andere als gut. Bis ich vor sieben Jahren bei den Dreharbeiten von „Das Geheimnis von Green Lake“ den Schauspieler Jon Voight kennengelernt habe.

Sie meinen den Vater von Angelina Jolie?
Ja, der Mann ist ein echter Glücksfall in meinem Leben. Er hat mir vom ersten Tag an geholfen, mit der Schauspielerei und mit meinem Leben. Und er ist auch heute noch mein Mentor.

Wie lief das genau ab?
Er hat mir einfach den Kopf geradegerückt. Hat mir gezeigt, was für ein wunderschöner Beruf die Schauspielerei sein kann. Hat mir Achtung beigebracht und auch ein paar handwerkliche Kniffe. Ich habe ja nie eine Schauspielschule besucht. Alles, was ich über die Schauspielerei weiß, habe ich aus Filmen. Und er hat mir auch klargemacht, dass man als Mensch – gerade als junger Mensch – immer Verantwortung übernehmen muss für die Dinge, die man tut.

Was war sein bester Ratschlag?
„Shia, auch beim größten Erfolg, auch bei der höchsten Gage und auch wenn dir die heißesten Girls die Bude einrennen – bleib bloß auf dem Teppich!“ Das habe ich beherzigt.

Ist er als Schauspieler Ihr Vorbild?
Nicht direkt. Daniel Day-Lewis, Sydney Poitier, Dustin Hoffman, Gene Hackman – das sind meine Götter. Aber ich habe auch Vorbilder unter ganz normalen Menschen.

Wie haben Sie diesen Mega-Karriere-Schub eigentlich verkraftet? Sind Sie noch normal geblieben?
Absolut normal. Denn mein wirkliches Ich lässt sich von dem ganzen Hype überhaupt nicht beeindrucken. Ich spiele ja nicht nur im Film eine Rolle, sondern auch in der Öffentlichkeit.

Immer?
Für die Medien, die Papparazzi, auf dem roten Teppich: ja! Der private Shia ist anders. Mein wirkliches Ich ist stark in eine sehr normale und bodenständige Familie eingebunden.

Wie würden Sie sich selbst mit einem Satz beschreiben?
Ich lebe in Los Angeles, bin stolzer Besitzer zweier Bulldoggen namens Rex und Brando und genieße das Leben in vollen Zügen!

Ulrich Lössl