Endlich redet Dirk Nowitzki über sein Drama

Der Basketballspieler über seine schwerste Zeit

Der gefallene Riese kommt ­wieder auf die Beine. Endlich spricht Dirk Nowitzki über den Liebes-Skandal um seine Ex-Verlobte Crystal Taylor. Er gibt zu, dass er wohl viel zu naiv war...

„Ich war ­frustriert,  traurig und wütend“, gibt Dirk ­Nowitzki, 31, zu. Doch jetzt fühle er sich stark genug, um über den Skandal zu sprechen, der seit Wochen die Medien beherrscht: seine Beziehung zu Crystal Taylor, der Betrügerin. Die 38-Jährige sitzt seit Mai wegen Diebstahl und Urkundenfälschung in Untersuchungshaft. Als ein Privatdetektiv ihre Vergangenheit aufdeckte, „wollte ich diese Frau nur noch aus meinem Leben streichen“, sagt der millionenschwere Basketball-Star, der sich nach diesem Schock die berechtigte Frage stellt: „Wie kann ich jemals wieder jemandem vertrauen?“

Doch Aufgeben kommt für ihn nicht infrage: „Ich bin wieder wohlauf“, verriet der Würzburger, der für die ­Dallas Mavericks spielt. „Das Leben geht weiter.“ Gerade war er mit seiner Familie im Urlaub: „Das gab mir Kraft.“ Und die wird er in den kommenden Monaten wohl auch brauchen: Denn Crystal behauptet, ein Baby von Nowitzki zu erwarten. Einen Antrag auf einen Vaterschaftstest und das alleinige Sorgerecht für das Kind – wenn es von ihm ist – hat er bereits eingereicht. Nowitzkis Anwalt Robert Hart: „Sollte an diesen Gerüchten etwas dran sein, wird mein Mandant alles Erdenkliche für das Wohl des Kindes tun.“

Die Gerichtsverhandlung seiner Ex-Verlobten ist auf den 27. Juli angesetzt. Dann beginnt wohl eine Schlammschlacht, die der zurückhaltende Nowitzki lieber vermeiden will: „Ich habe sie geliebt“, stellte er letzte Woche in einem Interview klar. „Und ich will keine schmutzige Wäsche waschen.“ Das hat Crystal jedoch schon getan: Sie verriet intime Details über die Beziehung, kün­digte an, ein Enthüllungsbuch schreiben zu wollen, und auch ihr Anwalt gibt sich kämpferisch: „Wir beraten zurzeit, wie wir sie und die Rechte des ungeborenen Kindes schützen können.“

Es wird um viel Geld gehen, aber im Gerichtsstreit dürfte es Crystal schwer haben: Denn die Betrügerin soll schon drei Kinder aus früheren Beziehungen haben! „Ihre Mutter hat sich um die Kinder gekümmert, weil sie selbst unfähig war“, wird Garry Fallon, ein ehemaliger Mitbewohner von Crystal, zitiert. „Sie steckte immer in Schwierigkeiten oder war gerade auf der Flucht.“ 

Die Flucht fand ein jähes Ende, als ihr Doppelleben von einem Privatdetektiv durchleuchtet wurde. Das Sport-Ass wollte vor der Hochzeit auf Nummer sicher gehen. „Jeder in meiner Position macht das“, sagt er. Die Hoffnung auf ein glückliches Familien­leben keimt immer noch in ihm: „Irgendwann möchte ich kleine Dirks herumrennen sehen. Aber es wird schwer, mein Herz zu erobern. Ich war wohl zu naiv.“ Aber der 2,12-Meter-Mann hofft, über den Schock hinwegzukommen. „Jetzt konzentriere ich mich auf den Sport. Wer mich kennt, weiß: Ich bin ein Kämpfer!“

Maren Gäbel