Paul-Walker-Unfall - Jetzt verklagt die Fahrer-Witwe Porsche

Frau von Roger Rodas will vom Autobauer Geld

Was führte zu dem Unglück, das Paul Walker und Roger Rodas das Leben kostete? Fans trauern um Walker und Rodas Paul Walker starb vor einem halben Jahr

Fast sechseinhalb Monate nach dem tragischen Unfalltod von "Fast & Furious"-Star Paul Walker (†40) muss sich Porsche mit einer Klage in dem Fall auseinandersetzen: Kristine Rodas, Witwe des Unfallfahrers Roger Rodas, 38, verklagt den Autobauer!

Roger Rodas saß am Steuer des Porsche Carrera GT, in dem Walker am 30. November in Santa Clarita verunglückte. Die beiden waren auf einer Straße unterwegs, als der Wagen außer Kontrolle geriet, gegen einen Laternenpfahl prallte und in Flammen aufging.

Führten doch Fehler von Porsche zu dem Unglück?

Rodas' Gattin ist in ihrer Anklageschrift gegen die nordamerikanische Porsche-Niederlassung vom 12. Mai überzeugt: Fehlerhafte Fahrzeugausstattung habe zum Unglück geführt, das dem Schauspieler und ihrem Mann das Leben kostete.

Rodas: Tempo 55, nicht 150

Kristine Rodas führt weiter an, der Carrera GT sei wegen Defekten an Mechanik, Design und Einzelteilen nicht sicher gewesen. Zudem war ihr Mann vor dem Unfall mit 55 Stundenkilometern unterwegs.

Damit widerspricht sie einer Rekonstruktion des Vorfalls, wonach überhöhte Geschwindigkeit zum tödlichen Unfall führte. Demnach raste der Porsche Carrera GT mit bis zu 151 Stundenkilometern über die Straße.

Klage-Summe noch nicht bekannt

Rodas' Anwalt Mark Geragos sagte, er habe Top-Experten angeheuert, die das Wrack und den Unfallort inspiziert hätten. Auf welche Summe sie den Konzern verklagt, ist noch unklar.

Walker war durch die Action-Kinoserie "Fast & Furious" bekannt geworden, die in der illegale Autorennen- und Tuningszene spielt. Sein Tod hatte weltweit Trauer und Entsetzen ausgelöst.