Oscar-Sieger Malik Bendjelloul (†36) - Es war Selbstmord

Bruder des talentierten Dokumentarfilmers bestätigte den Suizid

Malik Bendjelloul wurde nur 36 Jahre alt 2013 erhielt er den Oscar für seinen bewegenden Film Weit bereist und talentiert: Malik Bendjelloul Wie sein Bruder bestätigte, nahm sich der Regisseur das Leben

Was für eine Tragödie: Der Oscar-prämierte Dokumentarfilmer Malik Bendjelloul ("Searching for Sugar Man") wurde mit nur 36 Jahren tot aufgefunden. Zunächst hatte sein plötzlicher früher Tod Rätselraten ausgelöst, doch mittlerweile ist klar: Der talentierte schwedische Filmemacher hat sich umgebracht.

Das sagte sein Bruder, Kulturjournalist und Moderator Johar Bendjelloul, der schwedischen Boulevard-Zeitung "Aftonbladet". "Ich kann bestätigen, dass er an Depressionen litt", ergänzte er.

Der Dokumentarfilmer war am Dienstag, 13. Mai, tot in seiner Wohnung in Stockholm aufgefunden worden.

Der 36-Jährige hatte 2013 für "Searching For Sugar Man" den Oscar als beste Dokumentation gewonnen. In dem bewegenden Portrait ging der Filmemacher der Geschichte des US-Folksängers Sixto Rodriguez nach, der in Südafrika mit seinen Alben in den 70er Jahren riesigen Erfolg hatte und eine Musik-Ikone war, ohne selbst etwas davon zu wissen.

Die Todesnachricht löste in Schweden, wo der Journalist und Regisseur auch durch sein TV-Kulturprogramm "Kobra" bekannt war, Bestürzung aus:

"Wie kann es sein, dass mein guter Freund Malik Bendjelloul, der süßeste und argloseste Mensch, im Alter von 36 gestorben ist?", klagte etwa der Produzent von "Searching For Sugar Man", Simon Chinn, auf Twitter.

Das letzte Projekt des bereisten Sohnes eines Algeriers und einer Schwedin war ein Dokumentarfilm über einen Mann, der mit Elefanten sprechen konnte. Ob dieser fertiggestellt werden kann, ist unklar.

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