'Gebot der Fairness' - Oscar Pistorius soll in Psychiatrie

Der Paralympics-Star könnte durch seine Angststörung beeinflusst worden sein

Am heutigen Prozesstag, 14. Mai, um den Mord an Reeva Steenkamp († 30) ist es zu einer vorläufigen Entscheidung gekommen. Die Richterin hat durch einen Antrag der Staatsanwaltschaft veranlasst, dass der Angeklagte Oscar Pistorius, 27, für vier Wochen in einer Psychiatrie unterkommt.

Als ein „Gebot der Fairness“ bezeichnete die Richterin ihre Entscheidung, dass Pistorius in die Psychiatrie eingewiesen wird. Dort soll festgestellt werden, ob der Paralympics-Star überhaupt voll schuldfähig sein könnte.

Intensive Angststörung bescheinigt

Die Psychiaterin Merryl Vorster hatte zuvor als Zeugin der Verteidigung eine intensive Angststörung des Angeklagten bescheinigt. Dennoch sei Pistorius für seine Handlungen verantwortlich.

Psychiatrie soll Aufschluss geben

Zwar habe die Verteidigung bisher nicht in diese Richtung argumentiert, dennoch könne nicht ausgeschlossen werden, ob Oscar Pistorius durch seine Angststörung in der Tatnacht beeinflusst worden sei. Das soll durch den Aufenthalt in der Psychiatrie festgestellt werden.

Pistorius ist des Mordes an seiner Freundin Reeva Steenkamp angeklagt, beteuert jedoch, einen Einbrecher hinter der Badezimmertür vermutet und deswegen durch die verschlossene Tür geschossen zu haben.