Kate Walsh bekommt Dating-Tipps von der Oma

Exklusiv-Interview

Unüberbrückbare Differenzen – auch Kate Walsh, 41, bediente sich im Scheidungsprozess dieser beliebten Floskel. Nicht mal zwei Jahre hielt ihre Ehe mit Produzent Alex Young. Um sich abzulenken, reiste sie nach Europa, um die für ihre

Mal abgesehen von den medizinischen Fällen handelt „Private Practice“ von der Fähigkeit bzw. Unfähigkeit, vernünftige Bindungen aufzubauen. Warum kommt das beim Publikum so gut an?
Die Geschichten rund um Dr. Addison Montgomery sind sehr lebensnah und echt. Jede Frau hofft insgeheim doch, dass irgendwo ein Märchenprinz auf sie wartet und sie entführt. Ein Mann, mit dem sie glücklich wird bis ans Ende ihrer Tage. Obwohl wir alle wissen: Die Realität sieht anders aus. Man kann sein Leben bis zu einem gewissen Grad planen, und dann kommt alles anders. Diese Unbekannten, die unser ­Leben immer wieder durcheinanderwirbeln, machen „Private Practice“ so originell.

Wird es für Addison eine neue Liebe geben?
Sie fängt nach ihrer Scheidung wieder von vorn an. Auch mit dem Kennenlernen von Männern, das sie ganz neu lernen muss. Das Spannende und Unterhaltsame daran ist, dass Millionen Frauen zugucken, wie Addison es mal besser, mal schlechter hinbekommt.

Was würde Addison beim ersten Date tragen?
Ein bequemes Kleid. Nicht zu auffällig, damit es nicht zu verzweifelt aussieht.

Starkes oder dezentes Make-up?
Nicht zu dick auftragen! Vielleicht steht der Mann gar nicht auf Schminke. Je natürlicher und ungezwungener, desto besser. Bloß kein Stress, das führt doch automatisch zu Enttäuschungen…

Welche Schuhe würde Addison wählen?
Ah, die schwierigste Frage! Bestimmt nicht zu hohe Schuhe, vielleicht muss sie später noch weglaufen! (lacht) Auf gar keinen Fall Turnschuhe, es sei denn, es geht zum Bowling oder an den Strand!

Wer sucht den Treffpunkt aus?
Ich würde den Mann einen Ort vorschlagen lassen, dann erfährt man gleich ein wenig mehr über ihn – und man kann schnell gehen, wenn es nötig ist. Bloß keine negative Energie in den ­eigenen vier Wänden!

Irgendwelche weiteren Tipps?
Meine Großmutter sagte immer: „Vergiss nie die 20 Dollar Fluchtgeld fürs Taxi, damit du abhauen kannst, wenn die Dinge nicht so laufen, wie du willst!“ Ein guter Tipp, daran habe ich mich bis heute immer gehalten.

Gibt es Wünsche, die Sie äußern können, was Sie als Addison gern mal in der Serie tun würden?
Sie sollte mal einen Tanzkurs belegen. Ich selbst will seit Jahren Tango oder Salsa lernen. Aber durch den straffen Drehplan bleibt einfach zu wenig Zeit.

Nun haben wir so viel über Addison gesprochen – was wird Kate Walsh noch die verbleibenden Tage vor dem Drehstart der dritten Staffel machen?
Ich nutze die Zeit hier in Europa für einen kleinen Urlaub. Zuerst Berlin, danach fahre ich für eine Woche nach Italien – noch mal Energie tanken, bevor es wieder acht lange Monate ins Studio geht.

Unter uns: Werden Sie in Italien Schuhe kaufen?
Auf jeden Fall! Trotz des strengen US-Zolls, der  mich bestimmt komplett durchfilzt. Alle haben mich vorgewarnt, dass ich am Flug­hafen ein Vermögen nachzahlen muss. Mal sehen. Aber so ein oder zwei schöne Dinge brauche ich noch. Ich suche nach einem ganz bestimmten paar Prada-Stiefel, schwarz, kniehoch.

Haben Sie keine Angst, beim Shopping erkannt zu werden?
Ich bin wohl noch nicht so berühmt, dass mich jeder gleich erkennt. Habe ich eine Kappe auf und stecke die Haare darunter, lief es bisher immer ohne große Zwischenfälle ab. Hier in Berlin­ lassen mich alle in Ruhe. Sehr angenehm.

Claudia-Janet Kaller