Angelina Jolie ist wieder im Irak

UN-Sonderbotschafterin

Eigentlich könnte Angelina Jolie, so wie viele andere Hollywood-Stars auch, gerade ihren Sommerurlaub genießen. Doch die sechsfache Mutter zog es vor, erneut in die Krisenregion des Iraks zu reisen. Als Sonderbotschafterin des UN-Flüchtlin

Am Donnerstag erreichte Jolie ein Flüchtlingslager im Stadtrand. Dort sprach sie mit vier Familien, die vor den schrecklichen Zuständen in der irakischen Hauptstadt geflohen sind und machte sich persönlich ein Bild von den dramatischen Zuständen vor Ort. Als Jolie mit einer neunköpfigen Familie zusammensaß, erzählte ihr eine Frau, dass sie nie mehr vorhabe, in ihr ehemaliges Zuhause zurückzukehren: "Unsere Nachbarn sind zurückgegangen und ihre drei Töchter wurden ermordet. Warum passiert uns das?"

Jolie antwortete sehr betroffen und geschockt: "Die Familie hat zu Recht das Gefühl, dass es nicht fair ist." Und die Oscar-Preisträgerin versprach der Familie: "Ich werde wiederkommen und ich werde Euch an einem besseren Platz und in einer anderen Situation erleben. Ihr braucht Hilfe, nicht weil Ihr arm, sondern weil Ihr die Zukunft des Iraks seid." Momentan bräuchten die Menschen im Land aber noch viel Unterstützung für den Wiederaufbau ihrer Leben, so Jolie. Allerdings sehe sie bereits viele positive Veränderungen und Fortschritte seit ihrem letzten Besuch.

Die 34-jährige Lebensgefährtin von Brad Pitt engagiert sich seit mehreren Jahren erfolgreich für humanitäre Projekte und reiste diese Woche zum dritten Mal in den Irak. Die Schauspielerin will als UN-Botschafterin auf das Schicksal bedürftiger Menschen aufmerksam machen und fordert mehr internationale Hilfe.