Ben Affleck: Er will doch nur spielen!

Rückfall in die Spielsucht

Glück im Spiel, bald Pech in der Liebe? Ben Afflecks Poker-Leidenschaft bringt seine Ehe mit Jennifer Garner in Gefahr. Wird er wieder rückfällig und lässt seine Familie im Stich?

Als Ben Affleck am 29. Juni 2005 sein Eheversprechen gab, musste er seiner Braut Jennifer Garner, 37, auch schwören, nie wieder eine Spielhölle zu betreten. Die Schauspielerin setzte ihren Angetrauten sogar auf Poker-Entzug und schickte ihn in Therapie – weil sie die Zockerei extrem gefährlich fand. Kein Wunder: Bens Leidenschaft entwickelte sich schon zur Obsession.

Vier Jahre, zwei Töchter und sechs Filmprojekte später ist Ben Affleck, 36, wieder rückfällig geworden! Und hat sich für sein Comeback am Pokertisch ein symbolträchtiges Datum ausgesucht: Ausgerechnet am 4. Juli, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, demonstrierte der Hollywood-Star, dass er sich von seiner Frau nichts mehr verbieten lässt – und nahm in Las Vegas an einem Charity-Turnier teil. Zwar lief er zu Höchstform auf und gewann 20 000 Dollar, die der Krisenregion Darfur zugute kommen. Doch sein karitatives Engagement hat einen bitteren Beigeschmack: Denn enge Freunde befürchten, Ben könnte beim Match wieder Blut geleckt haben. Auch Jennifer schlägt Alarm. „Hör auf, solange du noch kannst“, soll sie ihren Mann gebeten und verzweifelt angedroht haben: „Sonst hast du ein Problem mit mir!“ Die Mutter zweier Kinder (Violet, 3, und Seraphina, sieben Monate) reagiert derart panisch, weil sie ahnt, wo Ben Afflecks vermeintliches Hobby enden könnte: in einer schrecklichen Sucht…

Dabei versicherte Ben noch im Sommer 2007: „Ich habe dem Kartenspiel komplett abgeschworen!“ Die Geburt seiner beiden Töchter habe ihn wachgerüttelt: „Ich will jetzt jede freie Minute bei meinen Mädchen verbringen.“ Bei ihnen fand der Schauspieler die Bestätigung, die er zuvor nur als Poker-Profi bekam. „Mr. Affleck genießt unseren vollsten Respekt für sein Know-how“, so Nancy Friedman, Managerin des „Commerce Casino“, wo Ben in Los Angeles öfter zu Besuch sein soll. Ein Lob, das wohl Balsam für seine verletzte Seele war. Denn: Zu jener Zeit galt Ben als Kassengift, weil er nach seinem Oscar-prämierten Drama „Good Will Hunting“ nur noch Flops wie „Gigli“ oder „Jersey Girl“ ablieferte. Beruflich zur Witzfigur degra­diert, ließ ihn auch noch seine Verlobte Jennifer Lopez sitzen. Ablenkung fand er schon damals beim Pokern.

Ben ließ sich von Profi Amir ­Vahedi trainieren. Mit Erfolg: Er siegte im re­nom­mierten „California Championship“. Doch mehr wert als die Prämie von 356 400 Dollar war ihm der ­Image-Gewinn. „So bescheuert kann ich also nicht sein“, höhnte er. Aber anscheinend nicht hell genug, dass er auf die falsche Bewunderung seiner Zockerfreunde reinfällt. Fragt sich, wie lange seine Frau dieses gefährliche Spiel noch mitspielt…

Maren Gäbel