Jessica Ginkel hat genug von GZSZ

Schlechte Zeiten für Fans

Drei Jahre und fünf Monate ist es her. Doch Jessica Ginkel, 28, kann sich immer noch an ihren ersten Satz erinnern: „Einen Milchkaffee bitte!“ Die Bestellung ging damals an Maike von Bremen die Anfang 2008 ihren Ausstieg bei der RTL-Soap

„Meine Akkus sind leer“, sagt die Schauspielerin und erklärt: „Eine Fernsehproduktion ist wirklich harte Arbeit. Da bleibt kein Platz für Glitzer oder Glamour.“

Sie wolle sich weiterentwickeln, da sei die Kündigung unvermeidbar gewesen, so Jessica. Eine Entscheidung, die ihr Freund und Ex-Kollege Oliver Bender, 26, voll unterstützt. „Sie ist ein toller Mensch und eine sehr gute Schauspielerin“, schwärmt er. „Jessica kann mehr, als sie in der Serie zeigen konnte!“ Deshalb will sie die gewonnene Freiheit erst mal für Schauspiel- und Stimmunterricht nutzen. Oder dem Freund beim Texte lernen helfen. Denn ausgerechnet an ihrem letzten Drehtag kehrt Oliver aus seiner siebenmonatigen „GZSZ“-Pause zurück! Für die Beziehung bedeutet das: „Wir werden uns weniger sehen“, bedauert Jessica. Doch Oliver, der zuletzt ein Regiepraktikum beim SWR-„Tatort“ machte, freut sich darauf: „Das wird ein Heimspiel!“

Hat sein Comeback etwas damit zu tun, „dass es auf dem freien Markt gerade nicht besonders rosig ist“, wie er offen zugibt? Zumindest hofft Oliver, dass es nicht bei einem Gastauftritt bleibt, schließlich sei die Story um seine Serienfigur Tim Böcking noch nicht auserzäht. Er hofft: „Vielleicht meint es das Schicksal ja gut!“

Zukunftsängste? Kennt auch Jessica. „In der Filmbranche gibt es nur wenige, die von Projekt zu Projekt hüpfen“, sagt die Berlinerin. Aber: „Auch wenn es albern klingt: Ich versuche, auf mein Herz zu hören!“ Das klopft vor Abschiedsschmerz ziemlich laut. „Ich habe Freundschaften geschlossen, die ich so schnell nicht loslassen möchte.“ Doch Jessica bereut ihren geplanten Ausstieg nicht – auch wenn es ihre Oma traurig macht. „Sie wohnt 700 Kilometer weit weg und die Serie war ihre einzige Chance, mich trotzdem jeden Tag, wenn auch nur im Fernsehen, sehen zu können …“

Maren Gäbel