David und Victoria: Das Leben in den USA wird zur Hölle

Die Nerven liegen blank!

Wie lange halten Victoria und David Beckham das noch durch? Neid und Missgunst machen ihnen in Amerika das Leben zur Hölle. Jetzt sprechen sie sogar von einer Rückkehr nach England.

Die Mienen versteinert, der Blick resigniert, die Körperhaltung angespannt: Die Wut, die den Beckhams in den vergangenen Wochen in Amerika entgegengeschlagen ist, macht sich bei ihnen deutlich bemerkbar. Denn quasi über Nacht wurde das ganze Weltbild von David, 34, und Victoria, 35, zerstört: Zum ersten Mal steht das erfolgsverwöhnte Glamour-Paar, das sonst weltweit bejubelt und umschwärmt wird, in Amerika offener Abneigung und massivem Neid gegenüber. Kein Wunder, dass die Nerven blank liegen, seit David von seinem Gastspiel für den AC Mailand wieder in die Staaten zu LA Galaxy zurückgekehrt ist: Die Missgunst seiner Teamkollegen und der Hass der Fans, der sich gegen ihn und seine Familie richtet, setzen dem sensiblen Sportler so zu, dass der sonst eher schüchterne Fußballer sogar auf dem Spielfeld ausrastete und auf pöbelnde Fans losging.

Der Glanz der Beckhams, die noch vor zwei Jahren begeistert in den USA empfangen wurden, ist mit einem Schlag verblasst. Schuld daran sind gezielte Mobbing-Attacken seines US-Teamkollegen Landon Donovan, 27, der die Kapitänsbinde an Beckham abgeben musste und seitdem die Anti-Stimmung mächtig anheizt. „Beckham ist kein Leader, kein Teamplayer, und er sollte am besten nach Europa zurückkehren“, ätzte er.

Hinter diesen Anschuldigungen steckt nur der blanke Neid: Donovan selbst kickte Anfang 2009 leihweise beim FC Bayern München, wurde aber frühzeitig nach Hause geschickt, weil Co-Trainer Hermann Gerland befand: „Der hätte bei mir nicht mal bei den Amateuren gespielt.“ Dass David Beckham mit seinen 34 Jahren beim Weltklasseverein AC Mailand mithalten konnte und die Italiener sogar um eine Verlängerung buhlten, stachelt ihn nur noch mehr an. Von Davids rekordverdächtiger Gage über 193 Millionen Euro bei LA Galaxy mal ganz zu schweigen …

Dass die Situation aber derart eskaliert, war sicher nicht geplant. Fraglich ist nur, ob sie sich wieder entspannt. Noch heißt es, die Beckhams bleiben in Amerika. Aber in Davids öffentlicher Ankündigung „Ich würde alles dafür tun, um an der WM 2010 teilzunehmen. Deshalb mache ich mir definitiv Gedanken über eine Rückkehr nach England“ schwingt auch eine kleine Drohung mit: Flucht zurück in die Heimat! Der Zeitpunkt wäre günstig: Zwar läuft sein Vertrag mit LA Galaxy noch bis 2012, aber im Oktober könnte er diesen ablösefrei auflösen! Und FC Chelsea hat bereits starkes Interesse an dem Profi-Kicker bekundet … Wer könnte es ihm verdenken? Vor den Augen seiner Familie und Kumpel Tom Cruise, 47, ausgepfiffen zu werden und Plakate zu sehen, auf denen „Du bist das Übel“ steht, ist eine schwerwiegende Demütigung, die kaum zu ertragen ist. Und so orakelt der Flankengott: „Geld ist nicht alles. Zufriedenheit ist viel wichtiger.“

Und zufrieden ist er in den USA definitiv nicht mehr. Noch hält er sich zurück, sagt lediglich: „Ich weiß erst, ob es ein Fehler war, in die USA zu gehen, wenn es vorbei ist. Und noch ist es nicht vorbei.“ Doch seine Enttäuschung ist offensichtlich – das bekommt auch Ehefrau Victoria zu spüren, die mit diesem Psycho­terror doppelt konfrontiert wird: Sie muss nicht nur ihrem Mann den Rücken stärken, sondern vor allem auch ihren drei gemeinsamen Söhnen Brooklyn, 10, Romeo, 6, und Cruz, 4. Für sie ist ihr Daddy ein Held – und es trifft sie mit brutaler Härte, wenn David ausgebuht wird. Nicht umsonst versucht Victoria, den Druck zu entschärfen.

Aber die Stilikone, die seit Jahren das Image der Beckhams formt und deshalb entsetzt über Davids Ausraster war, stößt ausgerechnet jetzt an ihre Grenzen: Sie würde ja sofort in den TV-Shows der US-Talker David Letterman oder Oprah Winfrey auftreten, um positive Werbung für sich und ihren Mann zu machen – aber sie erhält keine Einladung. Unklar ist auch, was aus dem geplanten Auftritt in der Kino-Fortsetzung von „Sex and the City“ wird. Für das erfolgsverwöhnte Spice Girl, deren Ankunft in Amerika vor zwei Jahren als gesellschaftliches Ereignis zelebriert wurde, eine bittere Schmach. Die Folge ist Frust, den die 35-Jährige mit den ihr bekannten Mitteln bekämpft: weniger essen und viel Alkohol. Beim Verlassen der Geburtstagsfeier von Freundin Kate Beckinsale, 36, im „XIV Restaurant“ in Los Angeles Ende Juli, musste sie auf dem Weg hinaus sogar gestützt werden …

Auch für sie wäre es leichter, nach England zurückzukehren, wo sie und ihr Mann einen fast königlichen Status innehaben. Aber sie wäre nicht Victoria Beckham, wenn sie jetzt klein beigeben würde. Und sie lernt schnell: Aus den Sticheleien der LA-Galaxy-Spieler, sie sei nichts anderes als eine überkandidelte Spielerfrau, hat sie sofort ihre Lehren gezogen: Letzte Woche marschierte sie ungeschminkt, in abgeschnittenen Jeans, mit Flip-Flops und Kaffeebecher durch Los Angeles – wie ein All-American-Girl. Mit der Rückkehr nach England liebäugeln sie und David dennoch – aber erst, wenn sie ihren angeschlagenen Ruf wiederhergestellt haben…

Kathrin Kellermann