Nicolas Cage hat 6,2 Millionen Steuerschulden

Vom Superstar zum Star-Schuldner

Das tut weh: Nicolas Cage muss 6,2 Millionen Dollar Steuern nachzahlen! Nicht der einzige Promi, der Geld am Fiskus vorbeimogeln wollte …

Sein Gesicht wirkt eingefallen, der Blick nachdenklich. Nicolas Cage, 45, ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Auf seinen Schultern lastet eine schwere Last: Er muss 6,2 Millionen Dollar Einkommenssteuer für das Jahr 2007 nachzahlen! Das verlangt die US-Steuerbehörde von ihm und hat den Fall sogar bereits vor das Gericht des Bundesstaats Louisiana gebracht. Dort besitzt der Schauspieler eins seiner vielen Häuser. Doch sein teures Hobby, luxuriöse Immobilien in aller Welt zu sammeln, kann er sich wohl nicht mehr erlauben.

Es ist nicht das erste Mal, dass Nicolas Cage Ärger mit dem Finanzamt hat. Erst im Herbst 2008 zahlte er über 660 000 Dollar an Steuern und anfallenden Strafbeträgen nach! Der Vorwurf: er habe private Ausgaben in Höhe von 3,3 Millionen Dollar zu Unrecht abgeschrieben. Damals zog Cage vor Gericht: Im Prozess ging es unter anderem auch um seine Filmfirma Saturn Productions und um Rechnungen und Steuerforderungen, die bis ins Jahr 2002 zurückreichen. Für einen Normalverdiener kaum zu überblicken. Samuel J. Levin, Cages Finanzberater, bekräftigte damals, die hohen Ausgaben seien „völlig normal in der Unterhaltungsindustrie“. Damit meinte er die Kosten für Limousinen, Geschäftsgeschenke oder auch Reisen mit dem Privatjet. Ob Cage von den Geldschiebereien wusste, sie sogar selbst initiierte, oder ob ihn sein Berater aufs Kreuz gelegt hat, ist bislang nicht bekannt. Nur so viel: Cage musste zahlen. Und es sieht ganz so aus, als käme er auch diesmal nicht um die Nachzahlung von 6,2 Millionen Dollar herum …

Wie schnell man ins Visier der Steuerfahnder geraten kann, erlebte auch Dirk Nowitzki. Der Basketball-Star, 31, war geschockt, als sein Trainer und Berater Holger Geschwinder 2006 wegen Steuerhinterziehung zu einem Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt wurde. Schließlich war dieser auch an den Einnahmen Nowitzkis beteiligt, die er nicht korrekt versteuert hatte. Doch Nowitz­ki hielt auch nach dem Prozess zu Geschwinder, von dem er noch heute betreut wird.

Andere versuchen, ihre Hände in Unschuld zu waschen. „Ich bin ein idealistischer, naiver, leidenschaft­licher, wahrheitssuchender, spirituell angeregter Künstler, ungeschult in den Wissenschaften des Rechts und der Finanzen“, gab Hollywood-Star Wesley Snipes, 47, im April 2008 an. Sein Ziel: den Richter davon zu überzeugen, dass er nicht wusste, dass man Steuern zahlen muss. Alles Flehen nützte nichts: Seine vermeintliche Naivität und Steuerschulden von über 20 Millionen Dollar brachten ihm drei Jahre Gefängnis ein.

Tanja Fritzensmeier