Heidi Klums große Diät-Lüge

Lügen haben lange Beine

Dieses Statement sorgt weltweit für Gelächter: „Ich habe noch nie eine Diät gemacht“, verkündete die hochschwangere Heidi Klum, 36, kürzlich in einem Interview.

Anfang Oktober soll ihr viertes Kind, ein Mädchen, auf die Welt kommen. Nur sechs Wochen später, Mitte November, findet die Modenschau des Wäschelabels Victoria’s Secret statt. Ein wichtiger Prestige-Job, bei dem sie bisher jedes Jahr auf dem Laufsteg brillierte. Es heißt, dass sie auch 2009 nicht fehlen soll. Weniger als zwei Monate hat das Topmodel folglich, um zu seiner alten Figur zurückzufinden. „Ich möchte nach der Geburt meines vierten Kindes schnellstmöglich wieder in Form sein“, kündigt Heidi schon jetzt an. Ohne Diät und knallhartes Training? Unwahrscheinlich.

2005, zwei Monate nach der Geburt von Sohn Henry, 3, präsentierte Heidi pünktlich zur Dessous-Show einen makellos flachen Bauch. „Gesundes Essen, viel Bewegung, mit den Kindern spielen und in den Park gehen“ seien dafür verantwortlich gewesen, erklärt sie jetzt. „Normale Dinge eben!“ Sie sitze halt nicht auf der Couch und verschlinge eine Tüte Chips nach der anderen, aber eine Abmagerungskur ließ die Kilos auch nicht purzeln. Offensichtlich hat Heidi vergessen, dass sie damals aus­giebig mit ihrem Fitness-Coach David Kirsch, dem Erfinder der New-York-Diät, trainierte. Er strich Kohlenhydrate von ihrem Speiseplan und verordnete stattdessen Gemüse, mageres Fleisch und Protein-Shakes. Täglich eine Stunde Sit-ups oder Liegestütze musste Heidi absolvieren. „Es war wirklich harte Arbeit“, sagte sie damals. „In der Schwangerschaft aß ich alles, worauf ich Lust hatte: Kuchen, Eiscreme und Frittiertes wie Pommes. Kaum war David Kirsch da, musste ich plötzlich extrem darauf achten, was ich esse.“ Wenn das nicht nach Diät klingt …

Ein harter Weg zur Engelsfigur, zu dem Heidi nicht stehen will. Aus Angst vor Kritik? Das Topmodel fürchte seit Jahren die Konkurrenz durch jüngere Models, glauben Branchenkenner. Ihre Maße 90-62-89 haben sich seit ihrem Einstieg ins Modelbusiness vor 17 Jahren nur minimal verändert – trotz drei Schwangerschaften! Doch mit einem harten Bauch-weg-Programm könnte die vierfache Mutter ihre Gesundheit schädigen: Kräftezehrende Sit-ups sollten in den ersten Wochen nach der Entbindung tabu sein. Sanfte Rückbildungsgymnastik sowie kalorienarme Ernährung empfehlen Ärzte stattdessen. Ein Jahr dauert es erfahrungsgemäß, bis eine Frau die Schwangerschaftspfunde restlos verloren hat. „Ich fühle mich einfach besser, wenn ich wieder in meine normalen Klamotten passe“, entgegnet Heidi. Und glaubt weiterhin an wahre (Diät-)Wunder …

Meike Rhoden