Boris Becker selbstkritisch - 'Mein Buch war ein Fehler'

'In Deutschland ruft Erfolg sofort Neid hervor'

Gerät die Karriere ins Wanken, versuchen es Stars und Sternchen ja bekanntermaßen gerne noch mal mit einer Autobiografie als rettenden Strohhalm. Ex-Tennisprofi Boris Becker, 46, bewertet die Entscheidung, sein Leben in Buchform auf den Markt zu bringen, im Nachhinein als "Fehler". 

Im Interview mit dem "Spiegel" verrät der frühere Wimbledon-Sieger nun: "Ich gebe zu, ich habe andere Reaktionen auf das Buch erwartet. Im Nachhinein: Das Buch war ein Fehler."

Als er seine Biografie mit Namen "Das Leben ist kein Spiel" im September letzten Jahres veröffentlichte, hagelte es von allen Seiten Kritik.

Profitgier und Öffentlichkeitsgeilheit wurden ihm vorgeworfen, mit Ex-Frau Barbara, 47, und seiner Ex-Verlobten Alessandra Meyer-Wölden, 31, sei er ungerecht hart ins Gericht gegangen. 

Kritik an Deutscher Mentalität

Dennoch: Trotz der Eigenkritik hat er auch an der Mentalität der Deutschen etwas auszusetzen. "Das Problem ist, in Deutschland ruft Erfolg sofort Neid hervor", so der gebürtige Leimener, der den diesjährigen Wimbledon-Sieger Novak Djokovic trainiert. 

Tenniskarriere forderte hohen Preis

Becker sagt zu den gesundheitlichen Folgen seiner Tenniskarriere, er habe einen hohen Preis dafür bezahlt: "Ich habe zwei neue Hüften, ich habe eine zehn Zentimeter lange Eisenplatte im rechten Sprunggelenk, ich hinke leicht [...] Ich habe in Wimbledon mit Novak etwas gespielt, aber nur auf dem halben Feld, für den ganzen Platz reichen meine Beine nicht. Hinlaufen geht nicht gut. Ich bin heute nicht mehr so mobil."