Rolf Scheider rechnet mit GNTM ab

Die ganze Wahrheit

Es war so schön, als sich alle noch vertragen haben …Doch jetzt rechnet Heidi Klums Ex-Jurymitglied Rolf Scheider mit der Erfolgsshow "Germany's Next Topmodel" und der Modelbranche ab.

Rolf Scheider, 54, schießt offen gegen seine Kollegen: „Was im Fernsehen zu sehen ist, auch bei Heidi Klum, ist aufgebauscht und entspricht nicht der Realität. Models wohnen nicht in Luxusvillen. Wer als Model keine Aufträge ergattert, kriegt einen Tritt in den Hintern und kann nach Hause fliegen.“

Der Pariser Casting-Experte mit Kölner Wurzeln stellt im OK!-Interview klar: „Den Beruf des Mannequins muss man erlernen.“ Mädchen kämen zu „Germany’s Next Topmodel“ und behaupteten, sie stünden gern vor der Kamera. „Es ist aber was anderes, zu Hause mit seinem Freund und einer Flasche Bier auf dem Sofa zu posieren, als im Foto­studio mit 20 anderen Mädchen um einen Job zu konkurrieren.“

Den Mädchen fehle oft der Biss. Vom Karrieresprungbrett „GNTM“ ist Scheider deshalb nicht überzeugt. Außer Sara Nuru seien höchstens Carolin Ruppert (als Moderatorin) und Wanda Badwal (als Schauspielerin) ihren Weg gegangen. Die Pläne von ProSieben, Ex-Kandidatinnen in der neuen TV-Show „Die Model-WG“ eine zweite Chance zu geben, hält er für Quotenschinderei. „Man gaukelt den Leuten vor, das wäre die Realität. Aber es geht nur um Werbeeinnahmen. „Wenn Fallobst-Models noch mal zusammengesteckt werden, hauen die sich höchstens noch mal auf die Nuss.“

Heidi rät er für ihre nächste Staffel, die im Februar 2010 starten soll: Wenn sie sich mehr Zeit fürs Casting nehmen würde, könnte sie zehn „Supermädchen“ und zehn unterhaltende „Kracher“ à la Tessa finden. Die Mischung der Kandidatinnen sei so wichtig wie die Zutaten für einen Pflaumenkuchen. „Ohne Hefe bleibt er platt.“

Kati Degenhardt