Robert Pattinson & Kristen Stewart: Wird ihre Liebe halten?

Große Gefühle

Manchmal sagen Blicke viel mehr als Worte. Und so, wie sich Robert Pattinson und Kristen Stewart beim "Twilight"-Event in der Münchner Olympiahalle angehimmelt haben, ist selbst für den größten Skeptiker klar: Die beiden Sta

Es sind die kleinen, zärtlichen Gesten, die verstohlenen Blicke und nicht zuletzt ihre zweideutigen Kommentare auf der Pressekonferenz, die ihre Zuneigung füreinander verraten: "Es ist die Liebesgeschichte. Dafür leben Menschen, deswegen sind wir alle hier", erklärte Kristen Stewart die Magie der "Twilight"-Serie und setzte nach einem schüchternen Seitenblick auf Robert hinzu: "Ich kann verstehen, dass ­Bella für immer und ewig mit Edward zusammen sein will. Das ist nicht schwer zu spielen."

Doch gilt die Liebe bis in alle Ewigkeit auch für Kristen und Robert im privaten Leben? Ein "Ja, wir sind verliebt" kommt bisher beiden nicht über die Lippen. Im Gegenteil: "Wir sind nur gute Freunde. Ich bin Single", wird er nicht müde zu betonen, wohingegen sie schon deutlich genervter auf Fragen nach ihrem Beziehungsstatus reagiert: "Wir sind zusammen, wir sind es nicht, ich bin lesbisch." Dass sie alles tun, um von ihrer offensichtlichen Romanze abzulenken, hat einen guten Grund: Es wäre zu gefährlich, sich jetzt als Paar zu outen. Eigentlich undenkbar für zwei Verliebte, nicht offen zu ihren Gefühlen stehen zu dürfen. Nicht glückselig in der Öffentlichkeit turteln zu können, sondern nur versteckt händchenhaltend in der Dunkelheit zu einem Privatjet zu hetzen, wie neulich in Paris. Doch mit dem Druck, ihre Gefühle geheim halten zu müssen, leben die beiden Schauspieler tatsächlich schon seit zwei Jahren, wie Regisseurin Catherine Hardwicke, 54, die den ersten Teil der Kult­bücher verfilmte, jetzt verriet: "Als ich die beiden damals zusammen gecastet habe, stimmte die Chemie zwischen ihnen sofort. Die Faszination, mit der sie sich zueinander hingezogen fühlten, war fast schon mit Händen greifbar."

Doch sie war es auch, die als Erste eine klare Warnung aussprach: "Ich habe Robert gleich gesagt, dass er sich nicht in Kristen verlieben soll. Sie war unter 18 – er hätte ins Gefängnis gehen können!" Außerdem war Kristen damals noch mit ihrem langjährigen Freund Michael Angarano, liiert, von dem sie sich erst im Frühjahr 2009 endgültig trennte. Für Robert, wie Hardwicke ausplaudert: "Es hat wohl seine Zeit gedauert, bis Kristen kapiert hat, dass sie es zumindest ausprobieren muss, mit ihm zusammen zu sein."

Erstmals hat Kristen ihren Gefühlen im Sommer nachgegeben. Beim Dreh zu "New Moon". Seitdem wird auch immer offensichtlicher, dass Robert, ganz britischer Gentleman, bei gemeinsamen Auftritten einen Beschützer­instinkt gegenüber seiner zarten Freundin entwickelt hat. Der geht weit über den "Wir sind nur Kollegen"-Status hinaus und erinnert in der Intensität schon an sein Alter Ego Edward. Edward, der gefährliche, tödliche Vampir, der in der menschlichen Bella seine Seelenverwandte findet, ihr ewige Liebe schwört und sein Leben opfern würde, um ihres zu retten …

Herzzerreißend und märchenhaft schön auf der Leinwand. Eine Bilderbuchliebe. Doch ausgerechnet dieses Idealbild der großen Liebe birgt die größte Gefahr für die reale Lovestory von Robert und Kristen. "Ich hätte mich schon längst zu dem Thema geäußert, wenn nicht so ein Hype darum gemacht werden würde", sagt Kristen selbst. Ein Hype, weil es fast zu schön ist, um wahr zu sein, dass die beiden Hauptdarsteller im realen Leben genauso verliebt ineinander sind wie ihre Filmfiguren. Und mit ihren 19 Jahren ist Kristen schon Profi genug, um zu wissen, dass ein öffentliches Liebesbekenntnis eine schwierige Gratwanderung ist: Im Falle einer Trennung müsste sie nämlich auch diese kommentieren …

Und das würde zwangsläufig den weiteren Erfolg der "Twilight"-Saga infrage stellen. Die Dreharbeiten für den vierten und letzten Teil beginnen erst im Herbst 2010. Bis dahin kann viel passieren im Liebesleben eines jungen Paares: innige Liebe, erbitterter Streit, Krise. Vor allem Letzteres wäre ein Desaster für die Macher von "Twilight", denn wer würde Robert und Kristen noch innige Gefühle auf der Leinwand abkaufen, wenn alle Welt über ihre Trennung Bescheid wüsste?  
Also schweigen sie. Und genießen. Doch wie lange schaffen sie es, ihre Liebe versteckt auszuleben? Und haben ihre Gefühle füreinander auf Dauer überhaupt eine Chance – mit diesem Druck, der auf ihren Schultern lastet? Die "Twilight"-Manie setzt Kristen bereits so zu, dass sie angekündigt hat, nur noch kleine Filme drehen zu wollen. Und Robert, der mittlerweile zum Teenieschwarm avanciert ist, kann nicht mehr auf die Straße gehen, ohne von Fans verfolgt zu werden. "Deshalb gehe ich nur noch in gammelige Frittenbuden", gesteht er seufzend.Der Ruhm – Segen und Fluch zugleich…

Kathrin Kellermann