Süchtig nach Beauty-OPs

Alle machen es - keine gibt es zu!

Wasser und Cremes – das sind die Beauty-Tipps der Stars. OK! fragte beim Schönheits-Doc nach und der sagt: "Ohne OPs geht das nicht!"

Noch gibt es keine Pille, die ewige Jugend und Schönheit garantiert. Es wäre so viel leichter für Hollywood-Stars, zu erklären, warum keine Fältchen ihre Gesichter zeichnen, sie Cellulite-Dellen an den Oberschenkeln nur von Fotos kennen oder warum ihre Brüste auch im fortgeschrittenen Alter so gar nichts mit Schwerkraft zu tun haben.

Ohne diese Wunderpille denken sie sich die absurdesten Anti-Aging-Rezepte aus, mit denen sie vertuschen wollen, dass sie im Kampf gegen die Zeichen der Zeit die Hilfe eines plastischen Chirurgen in Anspruch genommen haben. Nicole Kidman, 42, erklärt ihre faltenfreie Gesichtszüge zum Beispiel gern mit: „Ich rauche nicht, trinke jeden Tag viel Wasser und benutze eine Creme mit Sonnenschutzfaktor.“
Eine Erklärung, die bei dem deutschen Schönheitschirurgen Prof. Dr. Werner Mang, 60, Chef der renommierten Bodenseeklinik, keinen Applaus für gesunde Lebensweise, sondern nur ein Grinsen hervorruft. Denn: „Wenn Frau Kidman lacht, hat sie keine Falten im Stirn- und seitlichen Wangenbereich. Das geht nicht ohne Botox“, stellt er klar.

Sharon Osbourne, 57, hat sogar einen Spitznamen für das operierte Gesicht von Kidman:  „Flachbildschirm“. Für sie sind offensichtlich operierte Stars, die nicht dazu stehen, nur „verlogene Schlampen“. Dazu würde dann wahrscheinlich auch Demi Moore zählen, die mit 47 Jahren besser aussieht als mit Anfang 20 … Mang hat zu der Verwandlung eine deutliche Meinung: „Sie hat sicher das gesamte Anti-Aging-Programm absolviert und ich würde mal tippen, dass sie mehr als 100 000 Euro in Beauty-OPs investiert hat. Sie wirkt immer jünger, immer straffer, sieht frisch aus. Das geht nur mithilfe von Chirurgie.“

Demi Moore selbst weist das jedoch weit von sich: „Ich hatte nie eine Schönheitsoperation! Aber ich würde niemanden verurteilen, der es gemacht hat. Ich mag die Vorstellung nicht, mich einer Operation zu unterziehen, um den Alterungsprozess aufzuhalten. Ein Skalpell macht nicht glücklich“, behauptete die Schauspielerin, deren Ehemann Ashton Kutcher 16 Jahre jünger ist als sie, in einem Interview im August.

„Schönheits-Chirurgie ist Mainstream. Jeder tut es – und keiner gibt es zu“, weiß Prof. Dr. Mang. Denn auch in seiner Klinik melden sich Promis meist unter falschem Namen an. Warum das so ist, ist auch ihm ein Rätsel und war Thema seines Buchs „Die verlogene Schönheit“: „Es ist doch nichts Unanständiges, sich verschönern zu lassen. Oft ist es ja auch für die Karriere wichtig. Und wenn das Ergebnis natürlich wirkt, können die Ladys auch dazu stehen.“

Zumal der Trend zur plastischen Chirurgie immer mehr um sich greift: Allein in diesem Jahr gab es bereits über eine Million Schönheits-OPs. Dazu kommen Tausende Behandlungen mit Botox, Hyaluronsäure und anderen Anti-Aging-Behandlungen, sagt der Chef der Bodenseeklinik und verrät: „Es gibt eine Zuwachsrate trotz Finanzkrise. Man verzichtet heute lieber auf eine neue Küche als auf ein neues Gesicht.“

Doch davon wollen die meisten Hollywood-Stars nichts wissen. Halle Berry, 43, sieht ihr Beauty-Geheimnis in ihren Genen, behauptet: „Farbige welken nicht. Meine Oma ist über 80 und ihre Haut ist makellos.“ Da sind die jungen Stars als „OP-Jungfrauen“ ehrlicher: „Ich glaube absolut an die plastische Chirurgie! Ich will doch später keine alte Hexe sein. Das ist kein Spaß“, gibt Scarlett Johansson, 25, zu. Auch Natalie Portman, 28, ist nicht abgeneigt, sich irgendwann unters Messer zu legen. „Wenn du auf die 40 zugehst, hast du es als Schauspielerin schwer. Keine Ahnung, wie ich mich in dem Alter fühle – aber wenn mich die Falten stören? Na ja, wenn ich einen Pickel habe, will ich den ja auch loswerden …“

Kathrin Kellermann