Hugh Jackman versöhnt sich mit seiner Mutter

Nach 33 Jahren

Nach 33 Jahren hat sich Hugh Jackman mit seiner Mutter Grace Watson versöhnt. Watson hatte ihren Sohn verlassen, als er selbst noch ein kleines Kind war. Was Jackman aber erst jetzt erfuhr: Sie war schwer krank!

Es ist ein Augenblick, den ein Kind nie vergisst. Als Hugh Jackman, 41, vor 33 Jahren in Sydney von der Schule nach Hause kam, war seine Mutter plötzlich nicht mehr da. Grace Watson ­hatte ihren damals achtjährigen Sohn und seine vier älteren Geschwister in einer Nacht- und ­Nebel-Aktion verlassen und war in ihre Heimat England zurückgekehrt. Sein Vater Chris, ein Buchhalter, musste die fünf Kinder ­allein großziehen.

Der plötzliche Verlust seiner Mutter hat tiefe Narben auf Hughs Seele ­hinterlassen: Noch im Mai verriet er OK! im Interview,  was ihm in seinem Leben am Wichtigsten sei: „Meine Familie. Es ist beängstigend, wie sehr du deine Kinder liebst. Es ist schwierig, überhaupt wegzugehen“, sagte der zwei­fache Vater und klagte damit indirekt seine eigene Mutter an. Mehr als drei Jahrzehnte lang hatte er kein Wort mit ihr gewechselt. Bis jetzt.

Gerade wurde Hugh mit seiner Mutter und seinen Adoptivkindern Oscar, 9, und Ava, 4, beim Spaziergang durch New York gesehen. Hugh hat ihr vergeben. Denn erst jetzt hat er erfahren, dass sie nach seiner ­Geburt an postnatalen Depressionen litt. Diese hatten zu einer schweren psychischen Krise geführt. Nach acht Jahren hielt Grace Watson  der Belastung nicht mehr stand – und  verließ die Familie.

Bei Hughs Hochzeit mit Deborra-Lee ­Furness 1996, seinen größten beruflichen Erfolgen wie „Australia“ oder der „X-Men“-Reihe war Grace Watson genauso wenig dabei wie bei den ersten Geburtstagen ihrer Enkelkinder. Jetzt gibt sie ihr Bestes, um diese verlorene Zeit nachzuholen, greift ihrem Sohn tatkräftig unter die Arme, weil Deborra-Lee gera­de an einer Adoptionskonferenz in ­Australien  teilnimmt. Hugh übt sich in Vergebung. Um seinen eigenen Kindern ein gutes, ein besseres Vorbild zu sein.
 
Meike Rhoden