Perez Hilton lehrt Stars das Fürchten

Jetzt packt er aus!

Lästern statt Loben: Mit seinem neuen Enthüllungsbuch schockiert Klatsch-König Perez Hilton ganz Hollwood.

Gnadenlos und ohne Rücksicht auf Verluste zieht er vom Leder: Durch seine Internetseite perezhilton.com wurde Mario Armando Lavandeira Jr., besser bekannt unter seinem Synonym Perez Hilton, berühmt – weil er täglich bis zu acht ­Millionen Menschen mit dem neuesten Klatsch und Tratsch über Hollywood-Stars versorgt.

Er schreibt spitzzüngig, provokant und hat sich mittlerweile einen erlesenen Informantenkreis aufgebaut. Zu dem gehört auch der Journalist Jared Shapiro, der gerade mit dem 31-Jährigen ein Enthüllungsbuch veröffentlicht hat. Titel: „Perez Hilton’s True Bloggywood Stories. The Glamorous Life of Beating, Cheating, and Overdosing“ (dt: „Das glamouröse Leben mit Prügel, Betrug und Überdosierung“).

Darin enthüllt Perez zum Beispiel, dass Drew Barrymore, 34, ihre Alkohol- und Drogensucht noch immer nicht im Griff habe. Die Schauspielerin spiele nur das brave Mädchen, aber in Wirklichkeit sei sie „eine Katastrophe“. „Sie ist nicht das nüchterne Kätzchen, als das sie die Öffentlichkeit wahrnimmt“, giftet er.

Außerdem wirft Perez den Stars Heuchelei und Manipulation vor. So habe Jennifer Lopez, 40, Gerüchte über eine Ehekrise mit Marc Anthony, 41, zerstreuen wollen, indem sie Paparazzi bezahlte, damit sie Fotos machen, auf denen das Paar glücklich wirkt. John Mayer, 32, der Ex-Freund von Jennifer Aniston, würde hingegen nicht zu seinen homosexuellen Neigungen stehen.

Doch solche Geschichten sind nichts gegen die Verleihung des legendären ­„Perezzie Award“. Den verleiht das Lästermaul unter anderem in Kategorien wie „Vorhersehbarste Trennung“. In diesem Jahr hat es Jessica Simp­son, 29, und Tony Romo, 29, erwischt. Ihre Beziehung sei nie wirklich ernst gewesen, weil sich der Footballspieler nur in Jessicas Glanz habe sonnen wollen. Er soll sie mehrmals betrogen – und Jessica dann fallen gelassen haben.

Perez hat die Macht. Menschen, die in seinem Blog auftauchen, gehören zum Who is Who von Hollywood – oder sie werden berühmt gemacht, so wie Lady Gaga, 23. Mit ihr und vielen anderen ist Perez eng befreundet. Aber er hat auch Feinde. Demi Moore, 47, etwa, mit der er sich derzeit vor Gericht streitet. Sie rief vor Kurzem zum Boykott der Website auf, als freizügige Bilder ihrer Tochter Tallulah, 15, auftauchten, die Perez mit dem Kommentar „Schlampe“ versehen und Demi als schlechte Mutter bezeichnet hatte. Auch darüber plaudert Perez in seinem Buch. Was davon wahr und falsch ist, spielt keine große Rolle. Nur so viel ist sicher: Der King of Klatsch weiß zu unterhalten.

Tanja Fritzensmeier