Kirsten Dunst: Zerstört ihre Sucht die Karriere?

Der tiefe Fall eines Hollywood-Stars

Mit ihrem Alkoholkonsum zerstört Kirsten Dunst ihre Karriere. Aber was steckt hinter ihrer Sucht?

In ihrer Heimat Amerika munkelt man, Kirsten Dunst habe die Trennung von Jake Gyllenhaal im Juli 2004 nie verwunden. Zwei Jahre waren sie ein Paar. Kirsten suchte Trost im Alkohol, ­musste sogar in einer Entzugsklinik in Utah einchecken. Im August 2009 dann der erste öffentliche Rückfall: Betrunken torkelte sie durch die Straßen von Los Angeles. Im November gestand sie: "Ich würde ihn gern wiedersehen!"

Auf Partys sieht man sie durch die Menge taumeln, sie zieht das Feiern der Arbeit vor. Vor der Kamera hat man die 27-Jährige lange nicht mehr gestanden. Gerade lehnte sie sogar eine Rolle im vierten Teil von "Spider-Man“ ab. Zu ihren Glanzzeiten promotete der ­ehemalige Kinder-Star bis zu sechs Filme im Jahr. Doch 2009 spielte Kirsten keine Rolle, wird in diesem Jahr höchstens einmal auf der Leinwand zu sehen sein. Langsam geht es abwärts mit ihrer Karriere – die Angebote bleiben aus.

Kein Wunder: Das Image von Kirsten Dunst ist stark angekratzt. Kurz vor Beginn der Dreharbeiten ihres letzten Films "All Good Things" im Frühjahr 2008 checkte sie freiwillig in einer Entzugsklinik ein. Angeblich ­wegen ihrer Depressionen. Tatsächlich war es aber wohl Alkoholsucht, die behandelt werden musste, denn die Filmfirma befürchtete ständig einen Total­absturz ihrer Hauptdarstellerin. "Wenn sie ausging, trank sie Hochprozentiges", so ein Crew-Mitglied. Schließlich wurde auch der Filmstart immer weiter hinausgezögert. Im März, zwei Jahre nach Drehbeginn, läuft "All Good Things“ nun endlich an.

Ihr Verhalten könnte sie ihre Karriere kosten. Branchenkenner Jo Groebel erklärt OK!: "Die Gagenforderungen der Stars in Hollywood stehen sehr häufig in keinerlei Verhältnis zu dem, was die Filme heute noch einspielen. Der größte kommerzielle Kinoerfolg aller Zeiten, 'Avatar‘, kam zum Beispiel fast ganz ohne Stars aus. Da wollen sich die Studiobosse erst recht keine unzuverlässigen Schauspieler mit schlechtem Privatimage leisten.“  

Meike Rhoden