Heidi Klum: Die Kritik macht sie noch stärker

Jetzt geht es wieder bergauf

Kritiker und Selbstzweifel haben das Model angespornt: Heidi Klum ist gefragter denn je!

Was dich nicht umhaut, macht dich nur stärker! ­Tadel erfuhr „Germany’s Next Topmodel“-Chefin Heidi Klum, 36, zum Start der neuen Staffel ­(ProSieben 20.15 Uhr) nicht nur durch Showkritiker. Jetzt meldete sich auch eine Ex-Kandidatin zu Wort: Céline Roschek, die Cousine der aktuellen Teilnehmerin Petra Roschek, verließ die erste Staffel (2006) nach nur zwei Wochen. „Die haben uns verhungern lassen!“, ätzt sie heute. „Wenn jemand traurig war, stand sofort ein Kamerateam parat, um uns zu filmen. Wir wurden behandelt wie Zirkusäffchen!“ Die Warnung verhallte unge­hört: Ihre Schwester fuhr trotzdem zum Casting. „Gebt alles, denn gleich nach dem Casting wird es schwieriger“, teilte Heidi hier den Mädchen mit. Denn sie weiß aus Erfahrung: Zweifel können zu höheren Leistungen motivieren.

Knapp 2 000 junge Mädchen tänzelten beim Casting in Köln vor der vierfachen Mutter über den Catwalk. Gerade jetzt, wo Heidi ihrem jugendlichen Körper nachtrauert: „Meine Brüste sind nach vier Kindern nicht mehr so flott“, seufzte sie unlängst, als sie auf ihr Wachsfigurendouble bei „Madame Tussauds“ angesprochen wurde. Sie denkt gar nicht dran, sich aus dem Showbusiness, in dem der Körper das Kapital ist, zurückzuziehen. So hätte es wohl jeder nach den „GNTM“-Kritiken erwartet – aber forderte die geschäftstüchtige Rheinländerin erst recht heraus, es allen noch mal zu zeigen. Immer häufiger agiert sie in US-Erfolgsserien wie gerade in „Desperate Housewives“. Heidi adelt die beliebtesten Talkshows wie „Good Morning America“. Ihr US-Castingformat „Project Runway“, bei dem sie nach neuen Modedesignern sucht, ist so populär, dass es nach Deutschland importiert wurde und ab 16. März auf VIVA ausgestrahlt wird. Fast nebenbei beweist der dienstälteste Victoria’s-Secret-Engel in aktuellen Fotoshootings, dass sie noch jedem Nachwuchsmodel das Wasser reichen kann. Und wie wir Heidi, die in Windeseile Schwangerschaftspfunde in ein Sixpack verwandelt, kennen, bekommen auch „Hans und Franz“ (so nennt sie ihre Brüste) – sobald sie Tochter Lou, 5 Monate, nicht mehr stillt – ihr Fett weg.

Meike Rhoden