Michael Jackson: Schwere Vorwürfe gegen Leibarzt

Dr. Conrad Murray vor Gericht

Der plötzliche Tod von Michael Jackson beschäftigt immer noch die amerikanischen Gerichte. Die schwersten Vorwürfe werden gegen den Leibarzt des King of Pop erhoben. Dr. Conrad Murray wird beschuldigt, die Wiederbelebung des sterbenden Star

Die Staatsanwaltschaft von Los Angeles hat den 56-jährigen Kardiologen deswegen wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Murray, der Jackson über einen langen Zeitraum mit dem Narkosemittel Propofol versorgt hat, ist momentan noch auf freien Fuß und darf offiziell als Arzt praktizieren. Im Zuge des Gerichtsverfahren drohe ihm aber nicht nur eine hohe Freiheitsstrafe, sondern auch ein Verlust seiner Zulassung.

Wie aus den Gerichtsakten hervorgeht, soll Murray die lebenswichtige Herz-Lungen-Reanimation von Jackson gestoppt haben, um wichtige Beweismittel verschwinden zu lassen. Nach dem Ableben des Pop-Stars sei er spurlos aus der Villa verschwunden und habe sich erst nach einigen Stunden bei der Polizei gemeldet.

Murrays Anwalt wies in den bisherigen Verhandlungen alle Vorwürfe gegen Jacksons Leibarzt zurück. Murray trage keine Schuld am Tod des Sängers. Die Ermittlungen laufen weiter.

Am 25. Juni 2009 war Michael Jackson im Alter von nur 50 Jahren überraschend verstorben. Ein toxikologisches Gutachten brachte ans Licht, dass der Musiker jahrelang starke Schmerz- und Schlafmedikamente konsumiert hatte.