Wie sich Jennifer Lopez selbst belügt

Sie denkt nur an die Karriere

Von wegen Heimchen am Herd. Auch wenn Jennifer Lopez von Familienglück redet – sie denkt nur an die Karriere.

Bei der Oscar-Party des US-Magazins „Vanity Fair“ strahlte sie mit anderen Hollywood-Stars um die Wette. Das war nicht der einzige große Auftritt, den  Jennifer Lopez in den letzten Wochen absolvierte. Auch bei der Filmfachmesse „ShoWest“­ posierte sie ausgiebig für die Fotografen, stand Reportern Rede und Antwort. Während sich JLo im Blitzlichtgewitter sonnte, betonte sie immer wieder, wie unheimlich bescheiden, bodenständig und normal sie lebt. „Karriere ist mir nicht wichtig, es gibt wichtigere Dinge“, so die 40-Jährige. ­„Meine Familie steht für mich an oberster Stelle.“

Eine Karrierefrau setzt sich zur Ruhe. Es fällt schwer, dem Glauben zu schenken. Denn nachdem Jennifer kürzlich von ihrer Plattenfirma Sony Music rausgeschmissen wurde,, weil die Verkäufe ihrer Single „Louboutins“ weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben waren, verkündete sie noch: „Ich habe hart an meinem Album gearbeitet, es wird definitiv in ­diesem Sommer herauskommen.“ Ihr Management schob schnell hinterher, dass die Trennung von Sony Music in beiderseitigem Einvernehmen erfolgt sei, JLo bereits ein neues Label habe und die ganze Entwicklung überhaupt durchweg positiv sei.  

Doch nicht nur ihre Musik­karriere treibt JLo voran. Auf Partys und Events trifft sie sich mit Filmproduzenten, empfiehlt sie sich ganz nebenbei auch für neue Rollen. Aktuell versucht sie den Zuschlag für die Hauptfigur in dem Remake der Kult-Komödie „Overboard – Ein Goldfisch fällt ins Wasser“ (1987) zu bekommen. Außerdem sind zwei weitere Filmprojekte im Gespräch: „The Governess“ und „Double or Nothing“. Außerdem soll sie in der amerikanischen Erfolgsserie „Glee“ einen Gastauftritt ergattert haben.

Zeit für die Familie lässt sich zwischen Konzertbühnen und Filmsets kaum einplanen. Stattdessen kümmert sich Marc Anthony, 41, um die beiden Zwillinge Max und Emme, 2 – und wundert sich vermutlich auch, warum auf die Worte seiner Frau keine Taten folgen.

Niklas Starnitzky