Heidi Klum wehrt sich gegen die Kritik

Angriff ist die beste Verteidigung

In den letzten Monaten musste Heidi Klum harte Kritik einstecken. Jetzt reicht es. Heidi wird sauer.

Grinsend, fröhlich, zuckersüß: Damit ist jetzt Schluss. Heidi Klum, 36, zeigt neuerdings Zähne und zu spüren bekommt sie Ex-„Germany’s Next Topmodel“-Jurykollege Peyman Amin, 39. „Er erzählt Unwahrheiten über mich“, wehrt sie sich jetzt gegen die Anschuldigungen ihres ehemaligen Agenten.

Der Modelbooker hatte sich nach seinem Rauswurf aus dem Castingformat beschwert, dass Heidi ohne ihn nichts wäre. „Ich habe ihr einen Auftritt bei ‚Wetten, dass ..?’ verschafft – in meinen Augen ihr großer Durchbruch in Deutschland“, beklagte er im Gespräch mit OK! im März. In seinem Ratgeberbuch „Der Modelmacher“ erinnert er sich an den Auftritt im Februar 1999 und daran, dass er Heidi nur neben Thomas Gottschalk aufs berühmteste Sofa Deutschlands platzieren konnte, weil Supermodel Tyra Banks sie begleiten sollte. Doch die Amerikanerin wurde krank – und Heidi präsentierte sich alleine vor 15 Millionen TV-Zuschauern. Sie sei „zu kommerziell, zu üppig“ fürs Modelbusiness, wettert Peyman weiter, aber wenn Heidi wie „die lustigste Gute-Laune-Brezel der Welt herumspringt“, sei sie ohnehin mehr Moderatorin oder Werbefee.

„Es geht ihm darum, sein Buch zu vermarkten. Das klappt natürlich nur durch überzogene Aussagen, die für negative Schlagzeilen sorgen“, ätzte Heidi nun in der Kölner Tageszeitung „Express“. „Mein Stil wäre das nicht.“ Es ist nicht das erste Mal, dass sie beleidigt wird. Kulturkritiker Roger Willemsen trieb es im Mai 2009 auf die Spitze und wollte „sechs Sorten Scheiße aus ihr rausprügeln“. Heidi
begegnete dem bisher mit Gelassenheit, „hat solchen Leuten nichts zu entgegnen“, so ihr Vater und Manager Günther Klum damals.

Aus gelassen wurde geladen. Doch warum reagiert die friedvolle vierfache Mutter plötzlich so empfindlich? Vielleicht weil Misserfolg missmutig macht: Ihre einstige Erfolgsshow „GNTM“ erntete bisher die schwächste Einschaltquote seit 2007 (OK! berichtete). In der Branche spricht man von einem „spürbaren Rückgang“. Darüber hinaus wurden jüngst die Top Fünf der Kandidatinnen ganze acht Wochen vor dem Finale (!) in einer großen deutschen Tageszeitung verraten – für Heidi ein Super-Gau. Da liegen die Nerven wohl blank.

Meike Rhoden