Jim Carrey: Droht ihm nun ein Zusammenbruch?

Depressionen zerstörten seine Beziehung

Genie und Wahnsinn: Jim Carreys Freundin trennte sich von ihm, weil sie mit seinen Depressionen nicht umgehen konnte. Jetzt verliert der Comedian den Boden unter den Füßen.

Hollywood ist das Lachen vergangen. Was ist nur los mit Jim Carrey? Nach der überraschenden Trennung von seiner langjährigen Lebensgefährtin Jenny McCarthy scheint der Comedian jetzt völlig durchzudrehen. Die 37-jährige Schauspielerin soll ihn verlassen haben, weil Carrey, der seit Jahren an Depressionen leidet, seine Medikamente nicht mehr eingenommen hätte.

„In seinen schlimmsten Zeiten verschwand er einfach von der Bildfläche, verschanzte sich in Hotels und ging nicht ans Telefon.“ Das enthüllten jetzt Freunde über den Alltag des seelisch kranken Mannes, der es wie kaum ein anderer schaffte, sich hinter der Maske des Komikers zu verstecken. „Oder er wechselte tagelang seine Kleidung nicht, aß nichts und behandelte Jenny wie seine Angestellte“. McCarthy hatte Angst, sein unkontrolliertes Verhalten könnte ihren autistischen Sohn Evan verwirren.

Der 48-Jährige nahm seit 2004 das stimmungsaufhellende Antidepressivum „Pro­zac“. Doch schon damals sagte Carrey, dass er wieder an einen Punkt kommen wolle, an dem er selbst mit den „Höhen und Tiefen“ seines ­Lebens ­fertig wird. Hat er es nicht geschafft?

Jetzt droht der Zusammenbruch, warnen­ Experten. Auf dem Kommunikationsportal ­Twitter.com hinterließ Carrey letzte Woche merkwürdige Nachrichten. So relativierte er etwa den Sexskandal um Tiger Woods: „Keine Frau ist so blind, dass sie (...) Untreue nicht bemerkt.“ Carreys Management schritt ein. „Ich soll jetzt nur noch twittern, dass ich mir ein Sandwich mache“, erklärte er daraufhin. Doch nur vier Stunden später stiftete er erneut Verwirrung: „Ich wurde von Ben Roethlisberger (ein US-Profi-Footballer) sexuell genötigt. Aber es ist okay, ich bin ein Fan.“ Und: „Ich habe Truman befreit (…) und ihn getötet!“

OK! hat Carreys Zitate dem Hamburger Psychologen Michael Thiel vorgelegt. Dieser analysiert: „Manisch-Depressive können durch Schicksalsschläge in psychotische Phasen geraten. Halluzinationen und Wahnvorstellungen sind die Folge.“ Er rät zur Psychotherapie.

Doch genau dafür hat Jim Carrey jetzt keine Zeit. Für fünf Filme ist er aktuell im Gespräch. Doch mit seinen Ausfällen riskiert er seine Karriere. „Das ist kein Zusammenbruch“, twitterte er zuletzt, „das ist ein Durchbruch!“ Nur in welche Richtung?

Meike Rhoden