Bekommt Nicollette Sheridan Schweigegeld?

Zoff bei den "Desperate Housewives"

Die geschasste „Desperate Housewives“-Schauspielerin Nicollette Sheridan will ihren alten Arbeitgeber verklagen – das möchte der Sender um jeden Preis verhindern.

Soll da jemand zum Schweigen gebracht werden? Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Nicollette Sheridan, 46, den Produzenten der Kult­serie ­„Desperate Housewives“, Marc Cherry, 48, und das Studio auf 20 Millionen Dollar Schadensersatz verklagen will. Mit der Begründung, man habe sie am Set schikaniert und sexuell belästigt. Jetzt kommt Bewegung in die Sache. Denn der Sender ABC plant, der abtrünnigen Schauspielerin ein „Friedensange­bot“ zu unterbreiten, damit sie die Klage fallen lässt. „Unsere Rechtsabteilung arbeitet daran, beide Seiten zusammenzubringen und einen Vergleich zu ziehen“, verrät ein ABC-Mitarbeiter der britischen „Sunday Express“. „Das bedeutet nicht, dass irgendjemand ihr 20 Millionen zahlt und dann alles gut ist, aber es gibt genügend Anreize für eine Lösung.“ Anscheinend hat die Drohung ihrer Anwälte, sowohl Cast als auch Crew unter Straf­androhung vorladen zu wollen, gewirkt.

Doch jetzt gibt es Zweifel an der Motivation der Schauspielerin. Hieß es anfangs noch, es ginge Nicol­lette mit einer Klage vor allem um Gerechtigkeit, so vermuten Branchenkenner mittlerweile, dass sie abzo­cken will. Als Serienprofi weiß sie nämlich, dass ein öffentlicher Prozess das Aus für die Produktion bedeutet hätte. Und die Beteiligten sind rund neun Monate im Jahr mit Dreharbeiten beschäftigt, da bleibt nicht viel Zeit, anderweitig Geld zu verdienen.