Sandra Bullock: Sorge um ihren Adoptivsohn

Kann Jesse James ihr das Kind wegnehmen?

Schauspielerin Sandra Bullock ist seit Anfang des Jahres Mutter eines Adoptivsohns. Kann Noch-Mann Jesse James ihr Glück jetzt zerstören?

Es war die Überraschung des Jahres: Schon seit Januar ist Sandra Bullock, 45, Mutter eines Sohns! Der Kleine heißt Louis Lardo und ist jetzt dreieinhalb Monate alt. Es sei so, „als wäre der Junge schon immer ein Teil unseres Lebens“, erzählt sie dem US-Magazin „People“ überglücklich. Das gesamte Adoptionsverfahren läuft bereits seit vier Jahren und war bisher beinahe eine geheime Kommandosache – nur die Familie, darunter Noch-Ehemann Jesse James, 41, und seine Kinder Chandler, 15, Jesse Jr., 12, und Sunny, 6, sowie enge Freunde waren eingeweiht. Und hielten dicht. „Wir haben nur einer Handvoll Menschen davon erzählt. Dann wurde es zur Mission sicherzustellen, dass der Kleine glücklich, gesund und sicher ist“, so Sandra.

Was für ein Happy End nach turbulenten Wochen. ­Anfang März gewann sie den Oscar als beste Darstellerin für die Hauptrolle in „Blind Side“, keine vier Wochen später platzte die Bombe, dass Jesse James sie mit diversen tätowierten Stripperinnen betrogen hatte. „Ich hätte nie mit so etwas gerechnet, und es fühlt sich immer noch nicht real an“, gibt Sandra zu. „Das Einzige, woran ich dachte, war, genug Sachen einzupacken und mit Louis schnellstmöglich die Stadt zu verlassen. Ich musste mich verstecken, um in all dem einen Sinn zu finden.“

Am 23. April zog Sandra die Konsequenzen. Sie reichte offiziell die Scheidung ein. „Ich bin traurig und habe Angst“, sagt sie. Doch wovor genau hat sie Angst? Fürchtet sie, dass Jesse, auf Rache sinnend, ihr den noch langwierigen Adoptionsprozess vermasseln könnte? Sie selber sagt: „Ich werde jetzt als allein­stehende Mutter adoptieren. Alles andere wird von Tag zu Tag entschieden.“ Fakt ist, dass der Adoptionsvorgang noch immer nicht abgeschlossen, die Rechtslage unübersichtlich ist. Doch selbst wenn Jesse rechtlich in der Lage wäre, Sandra die Adoption zu vermasseln, so deutet doch nicht viel darauf hin. Dem „People“-Magazin sagt er: „Die Entscheidung, meine Frau gehen zu lassen und sie allein den kleinen Louis adoptieren zu lassen, war die schwerste meines Lebens. Sandra war die Liebe meines Lebens und in Anbetracht dessen, was ich ihr angetan habe, wäre es selbstsüchtig, sie nicht gehen zu lassen.“ Auch der Familienrechtler Daryl Weinman äußerte sich gegenüber „People“: „Die Papiere zeigen eindeutig, dass beide eine einvernehmliche Lösung wünschen und die Kinder kein Thema in dem Prozess sind. Mich würde es nicht wundern, wenn die Scheidung in zwei Monaten durch ist.“

Doch Sandra möchte nicht so lange warten, schafft schon jetzt Tatsachen. Vor zwei Wochen wurden bereits Lkws einer Umzugsfirma aus Texas mit Möbeln aus Bullocks 1,7 Millionen Euro teurem Anwesen beladen. Sie fuhren Richtung New Orleans – der Geburtsstadt ihres Sohns. „Ich möchte jetzt erst mal all die Dinge tun, die eine Mama macht. Ich möchte mit dem Baby rausgehen, die Sonne genießen, nicht mehr lügen, mich nicht mehr verstecken müssen“, sagt sie.  Ich möchte mit allen über diesen wundervollen kleinen Mann reden. Die Karriere wird ein wenig warten müssen.“ Wer würde es ihr nicht gönnen?

Niklas Starnitzky