Jennifer Aniston: Für Gerard Butler war sie eine von vielen

Zerplatzte Träume

Während Jennifer Aniston auf Hawaii dreht, schleppt Gerard Butler in Bulgarien immer neue Frauen ab. Der zerplatze Kinderwunsch ist aber nicht ihr einziges Problem.

Dauerstrahlen an, Kamera läuft. Am Filmset der romantischen Komödie „Just Go with It“ (Kinostart: Frühjahr 2011) auf der traumhaften Hawaii-Insel Maui herrscht ausgelassene Partystimmung. Heute wird eine Strandszene gedreht – mitten im bunten Treiben steht Jennifer Aniston, 41. Doch jedes Lächeln, jedes Kichern auf Kommando muss ihr unendlich schwer fallen. Denn der Schauspielerin ist gewiss nur noch zum Heulen zumute.

Ihr sehnlichster Wunsch, ein Baby von Gerard Butler, 40, zu bekommen, ist in unerreichbare Ferne gerückt. Der Womanizer will davon offenbar nichts (mehr) wissen: Momentan dreht er in Belgrad die William-Shakespeare-Verfilmung „Coriolanus“ – und schleppt jede Nacht eine andere Frau ab. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht neue

Fotos von Gerard mit ständig wechselnden Frauen ver­öffentlicht werden. Wie sehr müssen sie Jennifer weh tun! „Solche Bilder bedeuten extremen emotionalen Stress, weil das Selbstwertgefühl sehr darunter leidet. Daran kann man schon wirklich verzweifeln“, erklärt die Berliner Psychologin Konstanze Fakih Jens Gefühlslage im Gespräch mit OK!.

Anfangs hatte Jennifer noch gehofft, in Co-Star Nicole Kidman, 42, eine Seelenverwandte gefunden zu haben. Mit ihr wollte sie sich über ihre Probleme mit Gerard unterhalten. Die beiden trafen sich nach Drehschluss öfters zum Essen. Doch Nicole erzählte wohl hauptsächlich von ihrer gescheiterten Ehe mit Tom Cruise, 47, und wollte wissen, ob Jennifer noch ihrem Ex-Mann Brad Pitt, 46, hinterhertrauern würde. Statt erhoffter Seelenmassage riss Nicole mit ihren Fragen nur unnötig alte Wunden wieder auf. Arme Jen. „Wenn man immer wieder über Vergangenes spricht und mögliche Fehler sucht, kann man ganz leicht den Glauben an sich verlieren“, so Konstanze Fakih.  

Doch nicht nur der (geplatzte) Babywunsch belastet Jennifer momentan. Auch am Set herrscht dicke Luft. Sie beneidet ihre Filmkollegin, das 23-jährige Victoria’s-Secret-Model Brooklyn Decker, die alle Blicke auf sich zieht. Bei jeder gemeinsamen Szene fühlt sich Jennifer unwohl in ihrer Haut. Vor allem, weil ihre kräfteraubende Crash-Diät, die sie seit sechs Wochen macht, leider doch nicht den erhofften Erfolg bringt. Hatte sie anfangs ganz rasch drei Kilo verloren, zeigt die Waage nun jeden Tag das nahezu gleiche Ergebnis. „Ich bin ein sehr ungeduldiger Mensch. Wenn etwas nicht auf Anhieb klappt, kann ich sehr ungeduldig werden“, sagte Jennifer mal. Dumm nur, dass sie sich diese Laune beim Dreh nicht anmerken lassen darf. Denn vor der Kamera heißt es: Flirten, Küssen, Glücklichsein.

Doch wie lange kann das noch gut ­gehen? Wie schlimm ist es, wenn man seine wahren Gefühle den ganzen Tag lang hinter einer strahlenden Fassade verbergen muss? Wenn man einfach nicht weiß, ob die Gefühle erwidert werden? Konstanze Fakih rät: „Jennifer sollte sich unbedingt Zeit nehmen, Bilanz ziehen und schauen, ob diese Liebe überhaupt eine Chance hätte. Notfalls mit der Konsequenz, einen Schlussstrich  unter gemeinsame Planungen zu ziehen.“ Allein, die Zeit ist das größte Problem des vielbeschäftigten Hollywood-Stars: Mit „The Goree Girls“ „The ­Divorce Party“ und „You Are Here“ stehen bis Ende des Jahres noch drei weitere romantische Komödien auf Jennifers Drehplan. Also Dauerlächeln bis zum endgültigen Zusammenbruch?

Thomas Kielhorn