Jacksons Arzt darf weiter praktizieren

Dr. Conrad Murray vor Gericht

Ein Schock für die Familie von Michael Jackson und alle Fans. Dr. Conrad Murray, der wegen fahrlässiger Tötung des „King of Pop“ angeklagt wurde, darf weiterhin praktizieren. Das entschied ein Gericht in Los Angeles.

Richter Michael Pastor wies am Montag den Antrag der Staatsanwaltschaft zurück. Murray, der sich momentan wegen einer Kautionszahlung auf freiem Fuß befindet, muss seine Zulassung während der Dauer des Gerichtsverfahrens nicht abgeben. "Ich habe nicht die Befähigung, die Handlung einer meiner Kollegen zu überdenken. Ich habe nicht die Kompetenz, diese Sache neu zu entscheiden", erklärte Richter Pastor. „Es hat nichts damit zu tun, wie ich denke oder was ich fühle. Es hat etwas mit dem Gesetz zu tun und damit, wie dieses Gericht dem Gesetz folgt." Es war bereits das zweite Mal, dass sich ein Richter öffentlich für Jacksons Leibarzt aussprach.

La Toya Jackson war über das Urteil erschüttert: „Das ist nicht, was wir erwartet hatten.“ Sie hörte sich zusammen mit ihrem Vater Joe, Mutter Katherine und Bruder Tito Jackson die Verkündung an.

Am 23. August wird erneut über das Schicksal von Dr. Conrad Murray entschieden. Dann geht es aber nicht nur um die Approbation des Arztes, sondern auch um eine hohe Freiheitsstrafe. Der 56-jährige Kardiologe soll Jackson über einen langen Zeitraum mit dem Narkosemittel Propofol versorgt haben. Das Narkosemittel führte nach dem Befund der Gerichtsmedizin zu Jackos Tod.