Kevin Costner im Kampf gegen die Öl-Katastrophe

Jetzt kann er zum Helden werden

Im Kampf gegen die Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko könnte Hollywood-Star Kevin Costner zum unsterblichen Helden werden.

Die Versuche, das ausströmende Öl im Golf von Mexiko zu stoppen, werden immer verzweifelter. Mittlerweile trat aus dem defekten Bohrloch am Meeresgrund so viel von der braunen Brühe aus, dass ­gewaltige Wasserflächen und 110 Kilometer Strand verseucht wurden. Tiere und Pflanzen verenden, die Folgen der Ölpest sind für die Natur und Millionen Menschen in den betroffenen Staaten verheerend.  

Die größten Hoffnungen ruhen nun auf einer Apparatur von Kevin Costner. Der Hollywoodstar, 55, hat rund 24 Millionen Dollar in deren Realisierung investiert. Sein Unternehmen „Costner Industries“, in dem auch Kevins älterer Bruder Dan als Wissenschaftler arbeitet, soll nach dem Willen von BP die Vorrichtung noch in dieser Woche vor Ort testen. Costners Geschäftspartner John Houghtaling erklärt: „Funktionieren wird es wie ein riesengroßer Staubsauger. Auf der einen Seite wird pures Öl ausgespuckt, das auch wiederverwendet werden kann. Auf der anderen Seite zu 99 Prozent reines Wasser.“ Wenn alles nach Plan läuft, könnten in der Golfregion 26 dieser Maschinen installiert und so täglich 7,6 Millionen Liter Meerwasser gesäubert werden. Was klingt wie das Drehbuch für einen Kinofilm, ist in diesem Fall bitterer Ernst. Und vielleicht kann Kevin Costner die Welt tatsächlich vor einer Katastrophe bewahren.

Julia-Catharina Ulbrich