Michelle Obama: Ihr Ruf leidet

Lebt sie auf Kosten der US-Bürger?

Ihr Ruf leidet: Es heißt, die einst so sparsame Präsidentengattin sei kaufsüchtig, koste den US-Steuerzahler 60 000 Dollar pro Tag. Wird das jetzt auch Barack Obama zum Verhängnis?

Kleidung von der Stange? Die gibt’s im Weißen Haus schon lange nicht mehr. Im Präsidentschaftswahlkampf 2008 überzeugte Michelle, 46, an der Seite von Barack Obama, 49, vor allem, weil sie sich so wenig abgehoben zeigte. Als bescheidene Ehefrau von nebenan, als First Lady zum Anfassen. Sie wurde zum Vorbild von Millionen US-Amerikanerinnen – auch modisch: Nicht im Designer-Dress, sondern im Kostüm aus dem Kaufhaus verzauberte sie in der Talkshow von Jay Leno die Zuschauer.

Doch bereits zwei Jahre später hat Michelle ihre Bescheidenheit offensichtlich vergessen. Nicht nur, dass sie plötzlich Unsummen für Kleidung ausgibt – nachdem sie Mitte August von ihrem Kurztrip nach Spanien zurückkehrte, hat sie zu Hause in den USA einen schweren Stand: Auf Marbella zog sie ihr persönliches Amüsement der Pflicht vor und ging mit Tochter Sasha, 9, lieber zum Shopping, statt bei einer Cha­rity-Gala für Kinder in Not wie angekündigt Geld zu sammeln.

„Sie ist eine moderne Marie Antoinette“, beschimpft sie eine Kolumnistin der „New York Daily News“. Der verschwenderische Lebensstil der französischen Königin († 1793) kostete sie und ihren Mann letztlich den Kopf. Bleibt zu hoffen, dass den Obamas dieses Schicksal nicht droht. Doch die fünftägige Spanienreise ist für Michelles Image ein Desaster. Allein im Juli wurden in den USA 131 000 Jobs abgebaut, die Küste am Golf von Mexiko ist von ­der Ölpest ruiniert und die Umfrage­werte ihres Präsidentengatten schlecht wie nie. Dass der Trip den US-Steuerzahler rund 60 000 Dollar pro Tag (!) gekostet haben soll, wird sich da nicht unbedingt positiv auswirken …

Jennifer Hartfeld