Jörg Kachelmann: Prozessauftakt verschoben

Kurzer Auftritt

Das war aber ein kurzer Auftritt: Zwei Minuten nach Beginn des ersten Prozesstages von Jörg Kachelmann war der erste Verhandlungstag auch schon wieder beendet.

Es war das wohl größte Medienspektakel, was Jörg Kachelmann um seine Person bisher erlebt hatte. Wegen der Vergewaltigungsvorwürfe stand der 52-Jährige heute vor dem Mannheimer Landgericht. Zur Überraschung aller zeigte sich auch erstmals sein mutmaßliches Opfer im Gerichtssaal - eine Ex-Geliebte Kachelmanns. Sie wirft dem Meteorologen vor, sie vergewaltigt und anschließend mit einem Messer bedroht zu haben. 

Heute nun sollte sich Jörg Kachelmann vor der Staatsanwaltschaft den Vorwürfen stellen. Doch schon nach wenigen Minuten endete der erste Prozesstag überraschend. Der Grund: Kachelmanns Anwalt stellte einen Befangenheitsantrag gegen den zuständigen Richter Michael Seidling. Er und seine Beisitzerin werden in einem 67-seitigen Schriftstück zum Rücktritt aufgefordert. 

Das Verfahren soll nun am 13. September fortgeführt werden. Bei einer Verurteilung wegen schwerer Vergewaltigung mit Körperverletzung drohen dem Moderator fünf bis 15 Jahre Haft. Das Urteil wird für den 27. Oktober erwartet.