Jennifer Aniston: Zurück zum Ex?

Bahnt sich ein erneuter Liebes-Versuch an?

Jennifer Aniston soll sich wieder mit John Mayer treffen. Warum so viele Frauen nicht loslassen können. 

Wir hätten ihn fast nicht bemerkt. Diesen kleinen goldenen Diamantring, den Jennifer Aniston am 16. August bei der US-Premiere ihres aktuellen Films „Umständlich verliebt“ (deutscher Start: 11. November) trug. Und der eine Geschichte erzählt: Er ist ein Geschenk von John Mayer – von dem sie sich doch eigentlich im März 2009 endgültig getrennt hatte. Von ihm hat sie auch die goldene Rolex-Armbanduhr, die sie neuerdings auch wieder trägt. Zwei Schmuckstücke, die Jennifer an die Zeit erinnern, in der sie zuletzt glücklich war: Der Stempel „Die ewige Verlassene“ schien verblichen, der Traum einer Familie mit Musiker John Mayer war zum Greifen nah. Der 32-Jährige erwärmte als erster Mann nach der gescheiterten Ehe mit Brad Pitt, 46, Anfang 2008 ihr Herz. Mit ihm zeigte sich die 41-Jährige sogar bei der ­Oscar-Verleihung 2009 und gab damit ein offizielles Statement ab: Dies ist der neue Mann an meiner Seite.

John Mayer ist wieder da: Schon seit Wochen soll das Ex-Paar wieder turteln. Anfang August soll er sie nach New York eingeladen haben, mietete eine Suite im „Four Seasons“-Hotel und verbrachte dort die Nacht mit ihr. Während Promotion-Terminen für „Umständlich verliebt“ in Los Angeles trafen sie sich Mitte des Monats wieder. Am 22. August wurde sie schließlich erneut in L. A. gesichtet: bei einem Konzert seiner „Battle Studies“-Tournee in der Hollywood-Bowl-Arena. „Ich glaube an die zweite Chance“, schallte es hier aus den Boxen. „Wer von euch glaubt auch: Wenn sich ein getrenntes Paar wieder verliebt, hält es für immer? Dass die Person, die es versaut hat, es besser machen wird?“, fragte der Sänger sein Publikum. Vor 18 000 Fans machte er Jennifer damit Liebesgeständnisse, blickte immer wieder zu den oberen Rängen, in denen sie gesessen haben soll. Tage später nutzte er die Bühne wieder, um seinen Gefühlen Luft zu machen: „Ich bin Single“, ruderte er plötzlich zurück. Denn diesmal will er doch alles richtig machen.

Jennifer hatte ihn schon einmal verlassen, weil er zu viel Privates via Twitter in die Öffentlichkeit trug. Rückblick: Im März 2009, nur wenige Wochen nach dem medienwirksamen Auftritt beim Oscar, trennte sie sich. Zu oft hatte er sie verletzt: Schon im August 2008, nur sieben Monate nach dem Kennenlernen, forderte der Songwriter eine Beziehungspause, weil er ihren Kinderwunsch nicht teilte und „ihre Zeit nicht verschwenden“ wolle. Doch er kam im Oktober zu ihr und ihren Familienplänen zurück und bestärkte ihren Glauben an eine Beziehung mit Zukunft: Diesmal sollte es klappen. Es hielt nur wenige Monate. Der Lebemann und Ladykiller war ihr zu unreif: „Ich war noch nicht bereit“, bestätigte er im Januar dieses Jahres. „Das war nicht meine Bestimmung!“

Ihr energischer Kinderwunsch machte dem unsteten Rocker Angst. Doch dann wurde ihm bewusst, dass es ein Fehler war, sie gehen zu lassen. „Ich bin nie über sie hinweggekommen“, lamentierte er weiter. Und schmiedete einen Versöhnungsplan: Der Rüpel-Rocker, der gern feiert, trinkt und oft um Fassung ringt, hat sich um 180 Grad gewendet. Seit wenigen Wochen gibt sich der Mann, der nicht nur in maritimen Kapitänskostümen blau wirkte, sondern auch im knappen Borat-Badeanzug für Lacher sorgte, familiär, friedvoll, fast vernünftig. All die Attribute, die Jennifer so schätzt, die Mayer gewöhnlich allerdings nicht auszeichnen …

Warum fällt Jennifer nur wieder auf ihn herein? „Ich bin glücklicher Single“, betonte sie vor Wochen. Und: „Frauen brauchen keine Männer für ein Baby.“ Angeblich traf sie sogar schon eine Leihmutter. „Sie zweifelt derzeit stark an sich und sehnt sich nach Zuwendung“, weiß eine enge Freundin. Denn: Ihr Comedy-Streifen „Umständlich verliebt“ floppt an den US-Kinokassen. Und mit einer unüberlegten Bemerkung im US-TV, dass sie während eines Shootings nur Verkleiden gespielt habe „wie ein Voll­idiot“, brachte Jennifer nicht nur Organisationen für geistig Behinderte gegen sich auf. America’s Sweetheart fiel auch beim breiten Publikum in Ungnade.

„Gerade in Momenten des Scheiterns, der Unsicherheit besinnen sich Frauen oft auf das beziehungsweise den, der ihnen einmal ein ­Gefühl von Geborgenheit gegeben hat“, erklärt Promi-Psychologin Dr. Alina Wilms. In solchen Momenten werde der Verstand leider ausgeschaltet. Die Expertin rät: „Richtiger wäre, sich auf innere Ressourcen zu besinnen und einen eigenen Weg aus der Krise zu finden. Sie sollte sich an andere selbst bewältigte Krisen erinnern, einen Sinn in der Krise finden und sich auf ihre Fähigkeiten und motivierende Gedanken verlassen.“ Motiviert wird Jennifer augenblicklich nur von einem Gedanken: zurück – in die Zukunft?

Meike Rhoden