Sienna Miller verklagt Scotland Yard

Telefon-Hacker-Skandal

Es klingt wie ein Krimi: Ein Privatdetektiv hatte sich vor einigen Jahren in das Telefon von Schauspielerin Sienna Miller gehackt, um intime Details aus ihrem Privatleben zu erfahren. Bereits damals ermittelte Scotland Yard - unternahm jedoch nichts. Erst

Das Boulevardblatt "News of the World" hatte das Privatleben der Schauspielerin bis ins letzte Detail ausgeschlachtet und sogar freizügige Urlaubsfotos abgedruckt.

Doch damit nicht genug: Die Zeitung heuerte den Privatdetektiv Glenn Mulcaire an, um weitere intime Details über die 28-Jährige herauszufinden. Dazu zapfte der Ermittler sogar das Telefon der Schauspielerin an und hörte ihren Anrufbeantworter ab.

Scotland Yard wusste von den Vorfällen und hatte Glenn Mulcaire daraufhin bereits 2006 verhaftet, sowie alle Aufnahmen beschlagnahmt. Das passierte drei Jahre, bevor die Geschichte ans Licht kam. Nicht einmal Miller wusste bis 2009 von dem Hacker-Angriff auf ihre Person.

Nun klagt sie nicht nur gegen "News of the World", sondern auch gegen Scotland Yard - wegen unterlassener Hilfeleistung.

Und das scheinbar zu Recht: Wie das britische Blatt "Guardian" herausgefunden haben will, war Sienna nicht das einzige Opfer. Unter anderem sollen auch Topmodel Elle MacPherson, Heather Mills, Comedian Steve Coogan und sogar Großbritanniens Prinzen William und den Hackerattacken zum Opfer gefallen sein.