OK! traf Orlando Bloom

Zum ersten mal spricht er über seine Vaterfreuden

Über seinen neuen Film wollte Orlando nicht mit uns sprechen – er kennt gerade nur ein Thema: "Ich bin stolz, bald Vater zu werden".

Orlando im Glück. Nach der heimlichen Hochzeit mit Topmodel Miranda Kerr, 27, vor sechs Wochen wird der 33-jährige Hollywood-Star nun bald Daddy. Wir trafen Orlando Bloom exklusiv in München – zum Start der Dreharbeiten seines neuen Films „Die drei Musketiere“, der ­nächsten Herbst ins Kino kommt.

Sie drehen zum ersten Mal in Deutschland. Wie gefällt es Ihnen bei uns?

Ganz ausgezeichnet. Die Menschen hier sind alle superfreundlich. Und das Essen und das deutsche Bier sind einfach fabelhaft. Ich ­fürchte fast, dass ich da ein bisschen auf meine Linie aufpassen muss.

Fällt es Ihnen sehr schwer, Ihre schwangere Frau für die Dreharbeiten alleine zu lassen?

Ja, das ist diesmal etwas ganz Besonderes. Kaum aus den Flitterwochen zurück und schon ist ein Baby unterwegs. Aber ich werde natürlich so oft es mir möglich ist zu Miranda nach London fliegen oder sie zu den Dreharbeiten nach Deutschland holen. Es ist ja erst der Beginn der Schwangerschaft, und da ist das Hin- und Herfliegen noch kein Problem. Wir beide freuen uns riesig auf unser erstes Kind. Und ich bin sehr stolz darauf, bald Vater zu werden.

Das ging bei Ihnen und Miranda ja rasend schnell: Kurz nachdem Ihre Verlobung bekannt wurde, haben Sie geheiratet und jetzt werden Sie schon Vater …
Das sieht von außen vielleicht wie eine Art Speed-Dating mit sofortiger Familiengründung aus! (lacht) Aber dem ist überhaupt nicht so. Wir haben uns jeden Schritt vorher genau überlegt. Ich kenne Miranda schon seit über drei Jahren. Und es hat eine ganze Weile gedauert, bis aus Freundschaft Liebe wurde.

Stimmt es, dass Miranda Ihnen ihre Telefonnummer erst gar nicht geben wollte?

Ja, ich musste ihre Managerin darum bitten. Miranda hatte damals einen festen Freund.

Sie waren längere Zeit solo, man sah Sie selten mit einer festen Freundin.
Ich war noch nie jemand, der sein Privatleben an die große Glocke gehängt hat. Wie man sieht, geht es auch weniger spektakulär. Und beim
gegenseitigen Kennenlernen haben Paparazzi nun wirklich nichts verloren.

Das klingt sehr selbstbewusst. Haben Erfolg und Ruhm Sie nie verunsichert?
Anfangs schon. Deshalb hatte ich auch schnell das Gefühl, mich immer mehr zurückziehen zu müssen. Es ging sogar so weit, dass Menschen, die ich neu kennenlernte, mich für schüchtern hielten, was ich nun wirklich nicht bin. Aber ich bin eben etwas vorsichtig geworden. Nicht alle, die dir ein Lächeln schenken, meinen es wirklich gut mit dir.

Was ist eigentlich dran an der Geschichte, dass Sie mit Anfang 20 durch einen Unfall fast querschnittsgelähmt gewesen wären?
Das war eine böse Sache. Bei einer Party bin ich aus dem dritten Stock auf die Straße geknallt und habe mir das Kreuz gebrochen. Die Ärzte sagten, dass ich höchstwahrscheinlich ein Fall für den Rollstuhl wäre. Zum Glück konnte ich nach einer Operation wieder gehen.

Glauben Sie an Schicksal?

Schwierige Frage. Lassen Sie mich so darauf antworten: Ich war schon immer religiös und spirituell veranlagt. In den letzten Jahren habe ich mich für den Buddhismus interessiert. Ich meditiere viel und mache außerdem zusammen mit Miranda Yoga. Wir sind auch beide Vegetarier. Das verbindet uns noch zusätzlich.

Würden Sie die Schauspielerei aufgeben um Greenpeace-Aktivist zu werden?
(lacht) Nein, warum sollte ich!? Die Schauspielerei ist, seit ich denken kann, die größte Inspirationsquelle in meinem Leben. Als Schauspieler zu arbeiten, ein guter Ehemann und Vater zu sein – das ist schon Herausforderung genug.

Ulrich Lössl