OK! traf Alexander Skarsgård

Interview mit einem Vampir

Interview mit einem Vampir: OK! traf „True Blood“-Star Alexander Skarsgård in München zu einem gar nicht gruseligen Gespräch ...

Schon lange gab es keine Serie mehr, die ihre Fans derart in Lager spaltete. Zuletzt vielleicht die „Sex and the City“-Ladys. Die einen liebten Carries Suche nach der großen Liebe, andere das freizügige Leben der liebestollen Samantha. Seit einiger Zeit aber erhitzt und trennt die Vampir-Serie „True Blood“ die TV-Gemüter. OK! traf Alexander Skarsgård in München, der als Vampir-Sheriff Eric Northman in der Fernsehreihe den Fiesling mimt.

Doch wer ist dieser Typ, der bereits mit ­sieben Jahren seinen ersten Film drehte?
„Der ­Regisseur war ein Freund meines Vaters und kannte mich schon lange“, erzählt Alexander über seinen Einstieg ins Showgeschäft. Während seine Klassenkamera­den ihre Sommer­ferien in Stockholm genossen, eroberte Klein-Alex die schwedischen Lein­­­wände mit „Ake und seine Welt“. Doch mit 13 war erst mal wieder Schluss mit Filmen: „Das ist ein verdammt verrücktes ­Alter, und ich habe mich vor der Kamera ­einfach nicht mehr wohlgefühlt“, begründet der Schwede die Unterbrechung seiner Filmjobs.

Erst zehn Jahre später reizte ihn die Schauspielerei erneut. Er ging an die „Mary­mount Theater School“ in New York und gab zwei Jahre später sein Debüt als Erwachsener in einem Kinofilm. Seitdem hat er ein gutes Dutzend skandinavischer Produktionen abgedreht, konnte schon in „Generation Kill“, einer Mini-Serie über den Irak-Krieg, glänzen und spielte sogar in Lady Gagas Video „Paparazzi“ mit. „Der Regisseur Jonas Åkerlund, ein Freund von mir, bot mir an mitzumachen. Der Dreh war in Malibu. Da musste ich nicht lange überlegen“, meint Alexander grinsend. Auch das Angebot, eine Hauptrolle in „True Blood“ zu übernehmen, nahm er schnell an. Wie erklärt er sich den derzeitigen Erfolg von Vampir­storys wie „Twilight“, „Vampire Diaries“ und seiner eigenen Serie? „Ich glaube, die Menschen haben eine Sehnsucht nach Unsterblichkeit.“

Diese Sehnsucht kann jetzt auch auf DVD gestillt werden. Die ersten beiden Staffeln sind erhältlich. Die dritte startet auf dem Pay-TV-Sender Syfy ab 4. November immer donnerstags um 20.15 Uhr. „In der ersten Staffel spiele ich den bösen Fiesling, den niemand wirklich mag. Erst in der zweiten Staffel wird deutlich, dass in mir echte Gefühle schlummern“, umreißt Alexander sein Serien-Alter-Ego.

Ab November beginnen in Los Angeles die Dreharbeiten für die vierte Staffel. Aller­dings, so der Schauspie­ler, „habe ich absolut keine Ahnung, was pas­sieren wird.“ Fest steht aber, dass sich seine heimliche Zuneigung zu Kellner­in Sookie (gespielt von Anna Paquin) noch weiter steigert: „Eric fühlt sich zu Sookie hingezogen, weil er nicht wirklich weiß, was er von ihr halten soll.“  Irgendwie ein wenig wie im richtigen Leben … Oder, Alexander? Der Mime ist seit letztem Jahr in einer On-Off-Beziehung mit Schauspielkollegin Kate Bosworth, 27.

Was bedeutet ihm der Serien-Erfolg? „Ich freue mich darüber, aber ich lasse mich davon nicht allzu sehr beeindrucken, lese weder Artikel in Magazinen noch
im Internet über mich. Das ist reiner Selbstschutz. Denn ich will nicht eines Tages abheben, weil ich überall lese, wie toll ich bin“, lacht Alexander augenzwinkernd. Ein selbstbewusster Typ – nicht nur im Film.
 
Thomas Kielhorn