Ricky Martin soll aufhören öffentlich schwul zu sein

Puertorikanischer Kardinal beschuldigt ihn

Ricky Martin hat sich als schwul geoutet – und das ist auch gut so! Dank einer Leihmutter ist der Sänger außerdem noch stolzer Vater von zwei Zwillingsjungs. Rickys Glück scheint perfekt zu sein – wären da nicht die seltsamen, homophoben Vorwürfe eines puertorikanischer Kardinals ...

Um Gottes Willen! Kardinal Luis Aponte Martinez aus San Juan in Puerto Rico – gestern kannte diesen Namen noch niemand. Wahrscheinlich nicht einmal Ricky Martin selbst, doch nach diesem Statement sind dem Geistlichen die Schlagzeilen sicher:

„Ich persönlich bewundere Ricky Martin für das künstlerische Talent, das Gott ihm gegeben hat. Aber ich bitte ihn, seinen Kindern zuliebe, für die er bestimmt nur das Beste will, ein gutes Vorbild zu sein. Die römisch-katholische Kirche lehnt nicht Homosexualität an sich, sondern die unmoralischen Handlungen und Verhaltensweisen, ab. Und zu versuchen Homosexualität oder sexuelle Promiskuität unter unserer Jugend zu verbreiten ist moralisch unverantwortlich!“

In der Kurzfassung – der Kardinal bittet Ricky Martin, nicht mehr öffentlich schwul zu sein. Das Problem daran: Ricky Martin hat außer sich zu outen nichts Aktives getan – dafür, dass er ein Prominenter ist und sein Outing deshalb in die Schlagzeilen kam, kann er nichts. Ricky Martin selbst hat sich dazu noch nicht geäußert – dafür stellt der Schwulen-Aktivist Pedro Julio Serrano den heftigen Vorwürfen folgendes Statement entgegen:

„Schwulenfeindlichkeit als Religion zu tarnen, ist nichts anderes als schwulenfeindlich und es ist gefährlich. Die sexuelle Orientierung ist eine Frage der jeweiligen Persönlichkeit und kann nicht verändert werden, es ist keine Verhaltensweise, keine Krankheit und ist kein Synonym für Promiskuität!“

Diesen Worten haben wir nichts hinzuzufügen – außer: Ricky, mach weiter so! Und, dass es seinen Jungs egal ist, ob ihr Vater schwul ist oder nicht. Hauptsache, er hat sie lieb!

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