Regisseur Lars von Trier aus Cannes verwiesen

Rassistische Äußerungen

Es ist wohl der Skandal der Filmfestspiele in Cannes 2011: Der Regisseur des Films „Melancholia“,Lars von Trier, in dem unter anderem Kirsten Dunst mitspielt, äußerte sich rassistisch – bei einer Pressekonferenz. Die Konsequenz: Er wurde umgehend vom Gelände der Filmfestspiele verwiesen.

Damit hat niemand gerechnet, auch nicht Kirsten Dunst, die während der Pressekonferenz zu „Melancholia“ neben ihm saß. Sie zeigte sich entsetzt, als der aus Deutschland stammende, aber in Dänemark lebende Regisseur Lars von Trier, die Zeit des Nationalsozialismus in höchsten Tönen zu loben begann:

„Ich wollte wirklich ein Jude sein, aber dann fand ich heraus, dass ich ein Nazi bin, weil meine Familie deutsch ist. Das hat mir auch Freude bereitet. Was soll ich sagen? Ich verstehe Hitler sogar, aber ich denke, dass er ein paar falsche Dinge getan hat. Man würde ihn nicht unbedingt als guten Menschen bezeichnen, aber ich verstehe viel und sympathisiere auch in gewisser Weise mit ihm.“

Schnell schien ihm aufgefallen zu sein, dass er nicht nur die jüdische, sondern auch die deutsche Bevölkerung beleidigt hatte, und versuchte zu entschuldigen:

„Ich unterstütze die Juden, naja, nicht zu sehr, weil Israel wirklich nervt. Wie komme ich denn aus dieser Nummer wieder raus? Ok, ich bin ein Nazi.“

Allerdings kam er mit dieser eher schlechten als rechten Entschuldigung weder bei den Journalisten, noch seinen Kollegen, geschweige denn den Veranstaltern der Filmfestspiele durch:

Sein Film „Melancholia“ darf zwar weiterhin antreten, er allerdings selbst wurde auf Lebzeiten von dem Filmfestival in Cannes ausgeschlossen.

Es ist kaum zu fassen, dass ein Mensch, der über einen solchen Bildungsgrad verfügt, wie Lars von Trier, sich positiv über Hitler oder den Nationalsozialismus äußern kann. Wir sind entsetzt!

Hier können Sie den Ausschnitt der Pressekonferenz sehen: